Handballer der TG Rotenburg liegen nicht auf der faulen Haut

Rückt in die Erste auf: Stefan Ebenhoch, der mit konstant guten Leistungen in der Vorsaison das Trainerteam beeindruckte. Foto: Walger

Rotenburg. Was machen eigentlich die Landesliga-Handballer der TG Rotenburg? Sie haben harte Wochen hinter sich.

In den Neunzigern sprach Zeljko Zovko, Coach des damaligen Erstligisten TV Eitra, immer von einem „schwarzen August“ für seine Jungs. Die Rotenburger können wohl eher von einem dunklen Juli berichten.

„Wir haben sie den Alheimer hochgejagt“, sagt Robert Nolte, der zusammen mit Uwe Mäusgeier das Trainergespann der TGR bildet. Letzterer ist zuständig für die Details des schweißtreibenden Programms, das den Spielern auch die umliegenden Wälder näherbringt. „Ich habe das Heimatkunde unter Belastung getauft“, sagt Robert Nolte vergnügt.

Heißt unter dem Strich: Der Juli war ausschließlich der Arbeit im konditionellen Bereich gewidmet. „Den Ball haben wir auch ab und zu nach draußen in den Wald mitgenommen“, erzählt Robert Nolte. Im Mittelpunkt wird das Spielgerät aber erst jetzt im August stehen. Dann stehen die handballspezifischen Übungseinheiten auf dem Plan.

Die gute Nachricht für alle Fans der TG Rotenburg: Die Mannschaft ist - wie angekündigt - zusammengeblieben. Abgänge? Fehlanzeige. Und die einzigen Neuzugänge kommen aus der zweiten Mannschaft. Es sind der dringend benötigte Linkshänder Stefan Ebenhoch und Torwart Florian Schmidt.

Die werden der TGR II natürlich fehlen. Genauso wie Martin Harbusch, der sich dem Landesligisten TV Alsfeld angeschlossen hat. Oder wie zum Beispiel Fabian Schmitt, Stefan Sangmeister oder Jonas Troch, die wegen ihres Studiums oder Berufs den Klub verlassen haben. Ihre bisherigen Mitstreiter haben sich in den vergangenen Wochen mit dem Landesliga-Kader fit gehalten.

Der personelle Aderlass muss erst einmal aufgefangen werden, wenn es für die TGR II in der Bezirksoberliga weitergehen soll. „Ich hoffe doch sehr, dass das klappt“, sagt Robert Nolte, „es wäre fatal, wenn wir den Platz in dieser Klasse sausen lassen würden.“ Die jüngste Entwicklung stimmt ihn optimistisch, was die Zukunft der Reserve angeht.

Trainingslager

Was die nahe Zukunft der ersten Garnitur angeht, herrscht Klarheit. Da stehen ab Mitte August, wenn ein Trainingslager-Wochenende in heimischer Umgebung stattfindet, die ersten Testspiele an. Zunächst geht es gegen den TV Hersfeld II, dann gegen die MT Melsungen II. Es folgen eine Turnierteilnahme in Wanfried, eine Partie gegen den ThSV Eisenach II sowie Begegnungen mit den Bezirksoberligsten Schenklengsfeld und Wollrode. Danach wird es um Punkte gehen. Und hoffentlich wird dann oft wieder der Klassiker im Kabinengang zu hören sein: „Heut‘ war die TG mit dem Hammer wieder da...“

Von Thomas Walger

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