Was war denn da los?

Handballer Sven Hinz ist auch mit 50 Jahren noch aktiv

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Glückwunsch: Eine Torte mit einer „50“ gab es für Sven Hinz von der HSG Fuldatal/Wolfsanger vor dem Spiel gegen Werra nachträglich zum Geburtstag. Trainer Hazim Prezic (links) und Torhüter René Hüsken überreichten sie, auf den Rängen jubelten Hinz’ Familie und Freunde. 

Fuldatal – Mit 50 Jahren noch auf der Platte, das gibt es nicht alle Tage. Da war es doch logisch, dass Sven Hinz vor dem Spiel der Landesliga-Handballer der HSG Fuldatal/Wolfsanger gegen Werra WHO 09 noch nachträglich zum Geburtstag überrascht wurde. Was war denn da los?

Vor dem Spiel lief statt der gesamten Mannschaft nur der Abwehrrecke allein ein. Die anderen Spieler hatten ihm, wie ohne Hinz‘ Wissen abgesprochen, die Gefolgschaft verweigert. „Vadder“, wie viele Hinz rufen, stand also allein auf dem Feld und zuckte mit den Schultern. Doch dann folgten die anderen Spieler und erwiesen dem „Oldie“ die Ehre. Alle Spieler trugen Trikots mit Hinz’ Nummer vier und seinem Namen. Die Überraschung war gelungen.

Dann gab es von Trainer Hazim Prezic und Torhüter René Hüsken symbolisch eine Torte. Obwohl er die Kerzen auspusten musste, hatte „Vadder“ später trotzdem noch genug Luft für einen seiner gewohnt abgeklärten Einsätze. Und zum Abschluss der kurzen (Vorspiel)-Feierlichkeiten wurde das Foto mit Familie, Freunden und Weggefährten gemacht. Die waren in die Ihringshäuser Halle gekommen und zogen nach dem Spiel zur Geburtstagsfeier nach Landwehrhagen in das Hinzsche Domizil weiter.

Das Spiel gewann die HSG klar 41:26 (19:13), landete gegen den Tabellenletzten aus Widdershausen, Heringen und Obersuhl (WHO) einen nie gefährdeten Sieg.

Und weil man sich ja durchaus auch selbst ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk machen kann, steuerte Hinz nach 32 Minuten und 21 Sekunden auch einen Treffer zum Sieg bei. Nach gelungener Abwehraktion wurde der Teamsenior zum Tempogegenstoß bedient, und traf unter dem Jubel der Geburtstagsgäste und der anderen Zuschauer zum 21:14.

Hinz als Torschütze, das kommt ja nun auch nicht so oft vor, da er eigentlich nur noch in der Abwehr spielt. So war es auch erst das zweite Feldtor in dieser Saison, nach dem Treffer im Spiel gegen Großenlüder/Hainzell am 3. Februar. Dazu kommen allerdings noch sieben verwandelte Siebenmeter auf das Konto. Jetzt hat „Vadder“ noch zwei Saisonspiele, um die zehn Tore vollzumachen.

HSG Fuldatal/Wolfsanger: Hüsken, Huth; Hinz 1, Feckler 5/3, F. Welch 3, Scholz 5, Schneider 6, Grebe 1, Barth 2, Witzel 3, Rudolph 5, Lieberknecht 4, Helbing 3, Botte 3

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