Handball-Landesliga: Hofgeismar/Grebenstein enttäuscht beim 27:35 gegen Hünfeld

Harte Zeiten für die SHG

Zu selten freie Wurfbahn: Die SHG tat sich gegen Hünfeld schwer. Zu selten kamen die Spieler, wie hier Simon Adam, frei zum Wurf. Und wenn, verfehlten sie zu oft das Ziel. Foto: Rieß

Grebenstein. Eine Niederlage, die richtig weh tut, kassierte die SHG Hofgeismar/Grebenstein beim 27:35 (12:17) gegen den Hünfelder SV. Durch diese Pleite steckt die SHG nun ganz dick im Abstiegsstrudel der Handball-Landesliga, denn zu Hause gegen den Tabellenneunten war ein Sieg für den Elften eingeplant.

Da die SHG aber einen schlechten Tag erwischte und viel zu viele Chancen vergab, durften nach dem Spiel die spielerisch klar besseren Gäste ihren ersten Auswärtssieg bei der SHG bejubeln.

„So wie heute dürfen wir uns vor eigenem Publikum nicht verkaufen. Da hat teilweise auch die Einstellung gefehlt,“ kritisierte SHG-Trainer Stefan Böttcher seine Mannschaft.

Das Spiel lief im Grunde von Anfang an gegen die Gastgeber, die gleich mit 0:2 in Rückstand gerieten. Vorne wurden die Chancen gegen den starken Torhüter Gabor Andorka nicht genutzt und hinten wurde die SHG mehrfach von den schnellen Gästespielern ausgespielt. So bauten die Gäste ihre Führung über 5:2 auf 8:3 in der 15. Minute aus. Auch wenn die Osthessen kaum aus der Distanz trafen, ließen sie immer wieder den Ball gekonnt laufen, waren häufig einen Schritt schneller als die SHG-Spieler und setzten sich im Duell eins gegen eins durch. Zwar lief es danach für die Gastgeber etwas besser und sie konnten auf drei Tore verkürzen, doch zur Halbzeitpause lagen die Gäste wieder mit fünf Toren vorn.

Besser lief es zunächst in der zweiten Halbzeit, weil die Deckung nun beweglicher war und den einen oder anderen Ball erobern konnte.

Vorne tat sich besonders Simon Adam hervor, indem er mit seiner Schnelligkeit Tempogegenstoßtore verwandelte oder sich eins gegen eins durchsetzte. So eroberte er in der 39. Minute in der Abwehr den Ball und lief danach den erfolgreichen Tempogegenstoß zum 18:20. Bis zum 21:23 blieben die Gastgeber im Spiel, vergaben aber weitere Möglichkeiten, den Anschlusstreffer oder Ausgleich zu erzielen. Hünfeld überstand daher diese kritische Phase und nutzte danach eiskalt seine Chancen zu einer 26:21-Führung.

Von diesem erneuten Fünf-Tore-Rückstand erholte sich die SHG nicht mehr. Zwar konnte Florian Fehling noch einmal auf 23:27 verkürzen, doch danach nutzten die Gäste die zahlreichen Fehlwürfe und Fehlabgaben, um entscheidend auf 32:24 in der 55. Minute davonzuziehen. Zwei Minuten vor Schluss wurde es beim 25:35 sogar blamabel, ehe Philipp Schröer und Michael Hüter noch trafen.

Hofgeismar/Grebenstein: Müller (16.-22., 50.-60.), Brand (1.-16., 22.-50.) - Frank, B. Fehling (4/1), Helling, Gerhold (3/1), F. Fehling, Schröer (5), Adam (6), Schilke (1), Lindemann (3), Kleinschmidt (2), Hickl, Hüter (1).

Hünfeld: Andorka, T. N. Dörge (n.e.), Nuhn (n.e.) - Sauer (8/3), Hinckel (5), Jahn (2), Schott (6), Müller, M. P. Dörge (4), Abel (1), Unglaube (5), Birkel (1), Kircher (3).

Z.: 180. SR: Milke/Schmieling (MT Melsungen).

Spielverlauf: 0:2 (3.), 3:5 (11.), 3:8 (15.), 9:12 (20.), 12:17 (30.), 16:19 (35.), 18:20 (39.), 21:23 (44.), 21:26 (47.), 23:29 (50.), 24:32 (55.), 25:35 (58.), 27:35 (60.).

Von Michael Wepler

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