Ein hartes Stück Arbeit lässt den Höhenflug weitergehen

Es geht aufwärts für den lange verletzten Kroaten: Boze Balic hat sich hier an HSG-Spielertrainer Sven Hinz (links) vorbeigemogelt und erzielt einen seiner drei Treffer. Foto: WAlger

Rotenburg. Die Landesliga-Handballer der TG Rotenburg bauen im Heimspiel gegen Landwehrhagen ihre Siegesserie weiter aus. Das Team von Robert Nolte und Uwe Mäusgeier feiert den fünften Sieg.

Das Beste vorneweg: Die TG Rotenburg bleibt auf Erfolgskurs. Das 28:24 (13:12) vor eigenem Publikum über den HSC Landwehrhagen war bereits der fünfte Sieg in Folge für das Team des Trainergespanns Robert Nolte/Uwe Mäusgeier.

Hellen Glanz verbreitete die TGR beim Erfolg über das punktlose Schlusslicht allerdings nicht. Das hatte im Lager der Hausheren im Vorfeld auch keiner erwartet. Denn gegen die Landwehrhagener tun sie sich seit Jahren schwer.

Zäh wie Kaugummi 

„Das war zäh wie Kaugummi“, befand Daniel Holl hinterher. Und auch Uwe Mäusgeier sah seine Vorahnungen bestätigt: „Wir wussten ja, wie sie spielen. Die halten den Ball vorne sehr lange, das schläfert ein. Irgendwann kommt der Abwehr dann die nötige Aggressivität abhanden.“ Genau so kam es auch am Samstag wieder.

Dass sich die TGR nur 24 Gegentreffer einfing, lag in erster Linie an ihrem Torwart Tomas Pankiewicz, der viele Würfe entschärfte. Dabei war er unmittelbar vor dem Anpfiff wie schon kürzlich mit voller Wucht von einem Ball am Kopf getroffen worden. Auch wenn der Schädel schmerzte, seine Leistung beeinträchtigte das nicht.

Seine Vorderleute hatten nicht nur in der Deckung mit dem Gegner ihre Probleme, sondern auch im Angriff. Denn die 6:0-Abwehr der Landwehrhagener um ihren riesigen Spielertrainer Sven Hinz bot nur wenige Lücken bei Positionsangriffen und provozierte manchen technischen Fehler bei der TGR.

Ein letzter Austausch vor dem Anwurf: TGR-Trainer Uwe Mäusgeier (rechts) im Gespräch mit dem erneut sehr starken Torwart Tomas Pankiewicz. Foto: Walger

Es dauerte bis zur siebten Minute, ehe der Ball zum ersten Mal hinter HSC-Keeper Florian Erlbeck einschlug. Christian Eimer hatte sich durchgetankt und mit dem 1:2 endlich die Bremse gelöst. Simon Golkowskis Gegenstoßtor zum 4:3 (10.) brachte der TGR die erste Führung. Als Marcus Einhorn einen Konter zum 6:4 abgschloss, lag sie mit zwei Treffern vorne (12.).

HSC beißt sich fest 

Doch der Gegner ließ sich nicht abschütteln und erarbeitete sich direkt nach der Pause erstmals seit der achten Minute wieder einen knappen Vorsprung. Gut, dass in dieser Phase der eingewechselte Boze Balic für frischen Wind bei der TGR und drei Tore sorgte.

Ab der 40. Minute - es stand 17:17 - begannen die Kräfte der Landwehrhagener zu schwinden. Zweimal Golkowski und Ebenhoch mit einem schönen Kontertor ließen die TGR auf 20:17 davonziehen. Über 22:18 (49.), 24:22 (55.) und 26:22 (56.) steuerten die Rotenburger dann ihrem am Ende ungefährdeten 28:24-Erfolg entgegen.

TG Rotenburg: Pankiewicz, Pontow - Eimer (2), Einhorn (8/6), Teichmann, Denk (1), Köhler, T. Balic, Golkowski (5), B. Balic (3), Gerlach (3), Ebenhoch (4), D. Holl, J.-O. Holl (2).

SR: Eichner (HSG Wiesbaden/Henkel (TG Rüsselsheim)

Zuschauer: 180

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