Spielertrainer des HSC trifft elfmal – Vellmar hat größere Reserven und siegt klar

Hinz lange nicht zu bremsen

Zweikampf der besten Werfer: Sven Hinz (vorne links) gegen Fabian Struif (am Ball). Arne Heyne (links) und Benjamin Gunkel schauen zu. Foto: Frankfurth

Landwehrhagen. 40 Minuten lang lieferte der krasse Außenseiter HSC Landwehrhagen dem TSV Vellmar einen Kampf auf Biegen und Brechen. Letztlich setzte sich aber der ausgeglichene Kader der Gäste mit 41:28 (15:12) deutlich durch.

„Bis zu unserem Spitzenspiel gegen Hersfeld in zwei Wochen müssen wir aber noch einige Dinge von heute aufarbeiten“, meinte Vellmars bester Werfer, Fabian Struif selbstkritisch. Den Halblinken überraschte besonders die hohe Fehlerquote im Angriff. Diese, verbunden mit einem gut aufgelegten Florian Erlbeck im HSC-Tor, ermöglichte es den Gastgebern, mit 5:2 in Führung zu gehen. Besonders HSC-Routinier und Spielertrainer Sven Hinz war nicht in den Griff zu bekommen. Aber auch auf den anderen Positionen agierte Landwehrhagen torgefährlich. „Endlich haben wir mal richtig Druck ausgeübt, dann haben auch unsere Spielzüge funktioniert“, meinte Hinz. Bis zum 10:9 lagen die Hausherren in Führung. Das Tor des Tages fiel in dieser Phase, als Kreisläufer Arne Heyne den aus seiner Hand gesprungenen Ball noch mit der Faust ins Dreieck jagte. Drei Ballverluste im Angriff hintereinander brachten Landwehrhagen aber aus dem Rhythmus. Der TSV ging in Front.

Nach der Pause stemmte sich der HSC nochmal mit aller Macht gegen die drohende Niederlage. In der Abwehr legte das Team jetzt noch eine Schippe drauf und es wurde für Vellmar, das sich in Einzelaktionen verzettelte, sprichwörtlich hart. Allerdings hatte diese Spielweise auch Zeitstrafen zur Folge, was Vellmar zu nutzen wusste. Zunächst gelang dem besten Spieler auf dem Feld, Sven Hinz, trotz zweifacher Unterzahl das 21:21. Vellmar nahm ihn nun durch kurze Deckung aus dem Spiel, und Torhüter Christian Gumula wurde für die restlichen HSC-Angreifer zu einer unüberwindlichen Wand. Acht Minuten lang blieb Vellmar ohne Gegentor, und der TSV zog endlich sein gefürchtetes Tempospiel auf. Besonders Struif und Danny Körber liefen jetzt zur Hochform auf. Nach 47 Minuten (28:21) hatte Vellmar auch dieses Derby entschieden.

HSC Landwehrhagen: Erlbeck, von Gemünden - Hinz 11/2, Heyne 6, Zimmermann 4, Brücker 3, Rohdich 2, Schwenke 1, Hörder 1, Kudzma, Merwar, Höpcke, Brunnert. TSV Vellmar: Gumula, Annut - Struif 11, Körber 10, Muth 5, Stumbaum 5/1, Gunkel 4, Steiner 3, Hess 2, Brückmann 1, Petrovszki, Kress. (zmf/mbr)

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