Handball-Landesliga

HSG Werra WHO will den Klassenerhalt – oder mehr?

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Sein Ausfall trifft die HSG Werra WHO hart: Sebastian Wolf hat sich so schwer verletzt, dass er womöglich die gesamte Saison aussetzen muss. 

Heringen. Mit dem Heimspiel am Samstag, 15. September, in Obersuhl gegen den VfL Wanfried beginnt für die Handballer der HSG WHO 09 Werra das Abenteuer Landesliga.

Ob es wirklich zum Abenteuer wird? Hierzu befragte unser Mitabeiter Michael W. Rimkus das Trainergespann Hartmut Knaut und Michael Reuschsel sowie Bodo Ruch, der momentan die Abteilungsleitung inne hat.

Die Vorbereitung

„Wir sind sehr zufrieden“. Unisono unterstreichen beide Trainer, dass man in den letzten Wochen vieles umsetzen konnte. Nach hartem Konditionstraining stehen jetzt die spielerischen und taktischen Belange im Vordergrund. Viermal pro Woche bitten die Coaches zum Training, „wo wir in der Regel mindestens zwölf Spieler zur Verfügung haben“.

Das Personal

Natürlich hätte man gerne noch weitere Akteure verpflichtet, muss sich aber den finanziellen Gegebenheiten stellen. „Wir sind zufrieden. Mit dem Landesligaerprobten Jan Uwe Berz sowie dem Kroaten Petar Cutura wurde erfahrenes Personal gebunden. Die Intergration von Jan Uwe war einfach, kennt er doch unser Team seit jeher. Und Petar ist trotz seiner 37 Jahre flexibel einsetzbar und zudem Linkshänder“, sagt Knaut. Dazu kommen der 18- jährige Trainersohn Nicolas Reuchsel und von der TVH-A-Jugend Achim Schneiders Sohn Luca. Reuschsel ist auf der Mitte, Halblinks und Linksaußen einsetzbar, während Schneider den arrivierten Torhütern „Dampf machen soll“.

Allerdings müssen die Kali-staedter in Zukunft auf André Witzel verzichten, der studienbedingt kürzer tritt und sich der Reserve der TG Rotenburg angeschlossen hat. Dafür soll Youngster Herrman Bach im Rückraum mehr Anteile bekommen, und auch auf Robin Schneider zählt man wieder fest. „Robin ist jetzt zwar körperlich fit, war aber für seinen Arbeitgeber sechs Wochen in Indien, hat die Vorbereitung verpasst und muss einiges aufholen“.

Die Verletzten

Hier schlägt natürlich die schwere Knieverletzung von Sebastian Wolf voll ins Kontor. „Seb wird jetzt operiert und in dieser Saison wohl nicht spielen. Das ist bitter, denn er war in Angriff und Abwehr eine feste Größe. Zudem muss sich auch Nebosja Raljic, der länger ausgefallen war, wieder rankämpfen.“

Das Trainertrio

„Wir arbeiten harmonisch und sind auf einer Wellenlänge. Es gibt eine klare Aufgabenverteilung, aber die letzte Entscheidng liegt bei mir, anders geht es nicht“, so Knaut, dessen Tochter Hanna als Torwarttrainerin das Trio vervollständigt. Viel Wert legen die Trainer auf Disziplin. Wer hier nicht mitzieht oder ausschert, findet sich dann dauerhaft bei der Reserve wieder. „Da fahren wir einen knallharte Linie“, lassen beide Coaches keinen Zweifel offen.

Der Ausblick

Natürlich ist der Start mit den Begegnungen gegen Wanfried, Wesertal, Hersfeld und Großenlüder schwer, hat aber seinen Reiz. „Es ist jetzt besser, gegen diese Teams zu spielen, wenn sie noch nicht eingespielt sind“, zeigen die Coaches Respekt, aber keine Angst. Während Reuchsel den Klassenerhalt als Ziel ausgibt, möchte Knaut den Blick gerne auch nach oben richten.

Bodo Ruch, der momentan zusammen mit Jörg Fischer und anderen den aus Krankheitsgründen fehlenden Achim Schneider vertritt, meint dazu: „Wir waren 20 Jahre in der Bezirksoberliga und möchten natürlich nicht sofort wieder absteigen. Unser eingespieltes, junges Team mit seinem tollen Zusammenhalt gibt mit auch dazu allen Anlass zur Hoffnung. Hoffentlich bleiben wir von Verletzungen verschont.“

Die Spielorte

Durch den Umbau der Heringer Großsporthalle werden zumindest die ersten vier Spiel in Obersuhl stattfinden. „Und zu allen Auswärtsspielen werden wir unseren treuen Fans einen Bus zur Verfügung stellen“, stellt Ruch fest.

Von Michael W. Rimkus

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