Hünfelder eine Nummer zu groß für die TG Rotenburg

Dynamisch und neunmal erfolgreich: Tomislav Balic war kaum zu bremsen. Foto: Walger

Rotenburg. Der Spitzenreiter der Handball-Landesliga ließ bei der abstiegsgefährdeten TGR, die sich nach Kräften wehrte, nichts anbrennen.

Die Landesliga-Handballer der TG Rotenburg mussten die Überlegenheit ihres Gegners anerkennen. Sie unterlagen in eigener Halle dem überzeugenden und phasenweise glanzvoll aufspielenden Spitzenreiter Hünfelder SV 28:38 (15:20). Um ein paar Tore zu hoch sei der Erfolg der Gäste ausgefallen, sagte TGR-Trainer Robert Nolte, verdient sei er aber allemal gewesen.

An der Ausgangslage beider Teams hat sich wenig geändert. Die Hünfelder haben eine weitere Eappe auf dem in die Oberliga zurückgelegt, während die Rotenburger nach wie vor mitten im Abstiegskampf stecken.

Und gekämpft haben sie am Samstag wirklich. Bis zur 22. Minute waren sie ein gleichwertiger Gegner. 14:14 stand es da. Doch schon in den Minuten zuvor hatte sich abgezeichnet, dass sich die TGR ihre Tore viel härter erarbeiten musste. Die Gäste dagegen hatten in einigen Situationen geringere Widerstände zu überwinden. Da waren die Hausherren oft einen Schritt zu weit weg von ihren Kontrahenten und störten sie nicht entscheidend beim Abschluss.

Was zum Teil aber auch der Schnelligkeit der Hünfelder geschuldet war, die sich solche Freiräume schufen. Als sich bei der TGR in der Schlussphase des ersten Durchgangs technische Fehler einschlichen und sie auch noch in Unterzahl gerieten, schlug der HSV eiskalt zu und setzte sich auf 20:15 ab.

Das Vorhaben, mit Wiederanpfiff den Rückstand zu verkürzen, misslang gründlich. Mit der klaren Führung im Rücken, wuchs das Selbstvertrauen des Tabellenführers sichtbar. Erste Welle, zweite Welle - die Hünfelder Kontermaschine, der die Rotenburger in Hälfte eins den Benzinhahn weitgehend zugedreht hatten, lief nun wie geschmiert. Drei Treffer in Folge, und schon hieß es 15:23.

Es spricht für die Gastgeber, dass sie die Köpfe nicht hängen ließen; auch nicht, als der Rückstand auf neun Tore angewachsen war (18:27, 39.). Martin Denk, Jan-Oliver Holl, Phillip Hartung und Marcus Einhorn verkürzten innerhalb von sechs Minuten auf 22:27, später gelang Einhorn gar das 24:28. Doch die leise Hoffnung, dass die Aufholjagd weitergehen könnte, zerschlug sich alsbald - obwohl Tomislav Balic weiter aus dem Rückraum viel Zug zum Hünfelder Kasten entwickelte. Er ragte mit seinen neun Treffern bei der TGR heraus.

Mit sich zufrieden konnte auch Linksaußen Simon Golkowski sein, dem sein Trainer ein gelungenes Comeback nach monatelanger Verletzungspause bescheinigte: Auch wenn „Golle“ in der Abwehr noch nicht ganz der Alte gewesen sei, im Angriff habe er sofort Verantwortung übernommen und gerade in der ersten Hälfte mit harten Würfen aus dem Rückraum beeindruckt.

Was die Offensive angeht, ist Nolte für die restliche Spielzeit nicht bange. Aber: „In der Abwehr müssen wir noch aggressiver sein und aktiver decken.“ So hat das Spiel zwar keine Punkte eingebracht, dem Trainerduo Robert Nolte/Uwe Mäusgeier aber noch einmal vor Augen geführt, wo der Hebel anzusetzen ist.

TG Rotenburg: Pankiewicz (1), Schmidt - Eimer (1), Einhorn (7/5), Malsch, Denk (4), Köhler, Debus (1), T. Balic (9), Golkowski (3), Ebenhoch, D. Holl, J.-O. Holl (1), Hartung (1).

Z: 140; SR: Matti Mäkitalo/Marcus Schäfer (Wiesbaden)

Von Thomas Walger

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