Gemeinsames Handballtraining von Geistig-Benachteiligten und dem Landesligisten der HSG Baunatal

„Ich bin vom Spiel begeistert“

Gemeinsames Training: Das Handball Team der Baunataler Diakonie trainierte zusammen mit den Werraland Werkstätten Eschwege und der HSG Baunatal. Foto:s  Brauner

Baunatal. Drei Handballteams, ein gemeinsames Training: Die Handball-Mannschaften für Geistig-Benachteiligte der Baunataler Diakonie und Eschweger Werraland Werkstätten trainierten gemeinsam mit der ersten Herrenmannschaft der HSG Baunatal in der Baunataler Rundsporthalle. „Die Mannschaft freut sich schon seit Wochen auf dieses Training“, sagte Peter Norwig, Betreuer der Baunataler Gruppe. Zusammen mit Erik Hogreve, Trainer des Baunataler Landesliga-Teams und der Werraland-Werkstätten, hat er das gemeinsame Training organisiert.

Los geht’s mit Kennenlernübungen: Vierergruppen, zusammengesetzt aus allen Teams, üben Passstaffetten. Vor jedem Pass müssen sie den Namen des Empfängers rufen. Trainer Hogreve gibt während der Übungen Anweisungen: Mal lobt er, mal mahnt er. Dazwischen stellt er Hütchen um, und bereitet die nächste Übung vor. Nach dem Passen folgt das Werfen. Sprungwurf, Siebenmeter und vom Kreis. „Die Fortschritte kommen langsamer, aber sie sind bei der Fang- und Wurftechnik schon deutlich zu erkennen“, sagte Nortwig.

Auch bei der Sandra Reitz von der Baunataler Diakonie. „Ich bin von dem Spiel begeistert, von der Bewegung. Ich möchte mich mit jedem Training verbessern“, sagt die 28-Jährige, die seit einem Jahr am Handballtraining teilnimmt, während einer Wurfübung. „Sie sind mit großer Begeisterung dabei. Der Spaß steht im Vordergrund“, sagte Trainer Hogreve am Rande der Einheit.

Anschließend folgt ein Trainingsspiel. Zwei Teams, voller Einsatz. Aufmunternde Zurufe („Gut so!“) wechseln mit Frotzeleien („Du kriegst mich nicht!“). Beide Teams gehen voll zur Sache, Tore fallen hüben wie drüben. Ein lauter Pfiff von Trainer Hogreve beendet die Partie. Der Coach versammelt seine Truppe an der Mittellinie. „Ich habe heute ganz guten Sport gesehen“, sagt er in Richtung der Mannschaft. Alle applaudieren im Mittelkreis, nach zwei Stunden ist das gemeinsame Training beendet.

Nicht jedoch der gemeinsam Handballabend: Denn nach dem Training wird es frisch geduscht zur MT Melsungen gehen, die die Handballgruppe zum Abendspiel gegen den SC Magdeburg eingeladen hat. „Für uns ist das ein richtiger Höhepunkt“, sagte Sandra Reitz. „Da kann ich mir vielleicht etwas von den Profis abschauen.“

Von Frank Brauner

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