Handball-Landesliga: Kämpferisch am Limit

Kraftakt der Rotenburger wird mit einem Punkt belohnt

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Eher die Ausnahme: Nur selten kamen die Rotenburger vom Kreis so frei zum Wurf wie hier Christian Eimer. Er steuerte drei Treffer zum 29:29-Unentschieden bei.

Rotenburg. Wie geht ein Handballspiel wohl aus, wenn zwei Mannschaften aufeinandertreffen, die sich schon mehrmals in dieser Saison mit einem Tor Differenz durchgesetzt hatten? Unentschieden vermutlich. Und so trennten sich denn auch die beiden Landesligisten TG Rotenburg und HSG Baunatal 29:29 (16:15).

Es war eine Auseinandersetzung auf gutem Niveau mit Hochspannung in der Schlussphase. Die Gastgeber hatten gegen den Tabellendritten aus Baunatal meist knapp geführt. Als der starke HSG-Linksaußen Malte Wagenführ in der 38. Minute einen Gegenstoß zum 19:20 abschloss, lag die TGR erstmals in dieser Partie in Rückstand.

Sofort Reaktion gezeigt

Nur drei Minuten später war der Spieß mit dem 22:20 schon wieder herumgedreht. In Unterzahl spielte Martin Denk Simon Golkowski herrlich frei, dann verwandelte Philipp Debus einen Konter, ehe schließlich der hart bedrängte Kreisläufer Tomislav Balic HSG-Torwart Max Suter richtig clever ausguckte.

Der hatte in der 26. Minute den bis dahin ein wenig glücklosen ehemaligen Rotenburger Sascha Kurzrock beim Stand von 14:11 im HSG-Kasten abgelöst. Kurzrock hatte klar im Schatten seines Gegenübers Tomas Pankiewicz gestanden, doch er sollte noch einmal aufs Feld kommen...

Setzte den Matchball aus sieben Metern neben das Tor: Marcus Einhorn, der mit sieben Treffern neben Boze Balic erfolgreichster TGR-Werfer war.

Die TGR, die ohne die angeschlagenen Luca Teichmann und Daniel Holl auskommen musste, zeigte im spielerischen Bereich viele gute Ansätze. Aber das reichte gegen die starken Baunataler nicht, um sich einmal entscheidend abzusetzen. Die Gäste kamen in der ersten Hälfte vor allem über ihre linke Seite durch den Distanzschützen Michael Horn und den Außen Malte Wagenführ zu ihren Treffern. Letzterer blieb auch nach dem Seitenwechsel ein ständiger Gefahrenherd. Zudem stachen jetzt aber auch die HSG-Trümpfe auf dem anderen Flügel: Rechtsaußen Jan Volland und Torjäger Cristian Brand, den TGR-Trainer Robert Nolte später in Manndeckung nehmen ließ.

In der Schlussviertelstunde schienen die Kräfte der Rotenburger zu schwinden. Die Fehler häuften sich. Auch bei Boze Balic, der sich seit Wochen mit Hüftbeschwerden quält und trotzdem viele gute Szenen hatte und immer wieder Verantwortung übernahm.

Die TGR fightete um jeden Ball, ließ sich nicht entmutigen, als der Gegner mit 27:26 (51.), 28:27 (54.), 29:27 (55.) in Führung ging. Boze Balic (56.) und Marcus Einhorn (59.) schlugen zum 29:29 zurück.

Zeitspiel drohte

„Kämpferisch haben wir am Limit gespielt“, stellte Robert Nolte fest, der die dramatischen letzten 19 Sekunden erst mal sacken lassen musste. Es war schon Zeitspiel angezeigt, als Tomislav Balic am Kreis beim Wurf gefoult wurde. Marcus Einhorn nimmt sich den Ball und sieht sich plötzlich wieder Sascha Kurzrock gegenüber.

Der pariert den Siebenmeter - und auch Einhorns Nachwurf. Doch bei diesem wurde er gefoult. Die Schiri entschieden erneut auf Siebenmeter. Und diesmal setzte Einhorn den Ball neben das Tor. Es blieb somit beim 29:29. „Es ist unter dem Strich ein gerechtes Ergebnis“, befand Robert Nolte, obwohl er auch den zweiten Punkt gerne gehabt hätte.

TG Rotenburg: Pankiewicz, Koch - Eimer (3), Einhorn (7/4), Denk, Debus (1), T. Balic (2), Golkowski (6), B. Balic (7), Gerlach (2), J.-O. Holl (1), D. Holl (n.e.), Köhler

Zuschauer: 250

Von Thomas Walger

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