Handball-Landesliga: Keine Spannung im Derby

Vellmar kanzelt die SVH Kassel mit 43:23 ab

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Einsatz: Vellmars Fabian Struif (Zweiter von links) wird von der Abwehr der SVH Kassel mit (von links) Nicolas Fischer, Sascha Sellemann und Milan Cermak gebremst, rechts Danny Körber.

VELLMAR. Einen 43:23 (20:7)-Kantersieg landete der TSV Vellmar im Derby der Landesliga der Männer über die SVH Kassel. Nur in den ersten Minuten konnten die Gäste mithalten, dann setzte sich das starke Spiel des Spitzenreiters immer mehr durch.

„Wir haben nichts von dem auf dem Spielfeld umgesetzt, was wir in der Vorbereitung besprochen hatten“, klagte Andrii Doktorovych, Trainer der SVH Kassel. „Im Angriff länger spielen, voll konzentriert beim Wurf und besseres Rückzugsverhalten.“

Die SVH leistete sich im Angriff viele Fehlpässe und frühe Abschlüsse, und Vellmar nutzte dies eiskalt aus. Mehr als die Hälfte der 43 Treffer fielen nach einem Tempogegenstoß oder einem schnell vorgetragenen Angriff über zwei, drei Stationen.

Der TSV Vellmar machte es den Gäste allerdings im Angriff auch schwer. Die Gastgeber standen in der Abwehr teilweise wie Beton und hatten in Christian Gumula dazu den gewohnt starken Keeper. Die Harleshäuser wurden dadurch auch zu technischen Fehlern gezwungen.

Logisch, dass TSV-Trainer Andreas Paul mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden war: „Wir haben das heute richtig gut gemacht, starke und schnelle Abwehr, wurfgewaltiger Angriff.“ In der zweiten Halbzeit, da ließ bei der SVH schon die Kraft nach, habe man es sich sogar erlauben können, auf dem Feld zu experimentieren.

Den ersten Treffer in der Vellmarer Großsporthalle vor 300 Zuschauern hatte die SVH durch Nicolas Fischer erzielt. Es sollte die einzige Führung bleiben. Nach fünf Minuten stand es noch 3:3, doch nach einer Viertelstunde hieß es schon 11:4 für den TSV. Und Vellmar setzte sich im Laufe der Partie immer weiter ab. Zur Halbzeit mit 20:7, nach 47 Minuten gar mit 27:9. Erst in der Schlussphase konnte die SVH Kassel den Abstand noch verringern. TSV: Gumula (1.-55.), Kocur (56.-60.); A. Körber 3, Stumbaum 5/2, Brückmann 2, Kreß 2, Steiner 3, Gunkel 6, Winterhoff 3, D. Körber 7, Petrovszki 2, Richter, Struif 7, Muth 3/1 SVH: Frohmüller (31.-44.), Herwig (1.-30., 45.-60.); Räbiger 1, Tataraga 4, Sellemann 3, Cermak, Schlosser 2, Nordheim 2, Damm 5/1, Fischer 2, Gribner 1, Guthardt 3, Konermann

Von Peter Fritschler

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