Interview: „Keine Wunder erwarten“

Fuldatals Trainer über Potenzial und Konzept der HSG

Fuldatals neuer Trainer Steffen Kowalinski (hier noch als Trainer von Eintracht Baunatal) setzt auf die Schnelligkeit seines Teams. Archivfoto: Fischer

Kassel. Es ist kein leichtes Amt, dass Steffen Kowalinski übernommen hat. Seit neun Tagen trainiert er die Landesliga-Handballer der HSG Fuldatal-Wolfsanger.

Im Interview äußert sich Kowalinski vor dem Spiel beim TV Hersfeld (Samstag, 18.30 Uhr) über seine Verbindung nach Ihringshausen, die Einschätzung des Teams und was er ändern will.

Herr Kowalinski, wie kam der Kontakt zur HSG zustande?

Kowalinski: Ich wohne in Ihringshausen, habe vorher schon einige Spieler der HSG besucht und war ja auch schon zweimal Trainer beim HSG-Vorgänger TSV Ihringshausen (199-2000 und 2005-2007, Anm. d. Red.).

Sie waren bis Ende 2012 Trainer der Oberliga-Handballerinnen von Eintracht Baunatal und danach erstmal nicht mehr im Geschäft. Wie gut kennen Sie die Landesliga?

Kowalinski: Ich hatte in den letzten vier Jahren wenig Kontakt zur Landesliga, weil man als Trainer in anderen Ligen selten dazu kommt, sich damit zu beschäftigen. Die Berührungspunkte waren entweder meine Besuche in Fuldatal oder Zeitungsberichte.

Das erste Spiel gegen Baunatal haben Sie gleich als Charakterfrage gewertet. Trotz der 32:33-Niederlage: Hat das Team Charakter?

Kowalinski: Man hat die Wirkung beim Team gesehen. Die Mannschaft hat sich zusammengerissen und gekämpft, und ich war zufrieden.

Was hat denn trotz der Niederlage gestimmt im Team?

Kowalinski: Wir wollten eine einfache 6:0-Deckung spielen, die zwischen der 6- und 9-Meter-Linie agiert. Das hat auch gut geklappt, auch wenn wir wieder 33 Gegentore bekommen haben. Davon waren aber die wenigsten aus dem Positionsangriff heraus.

Woran muss denn noch gearbeitet werden?

Kowalinski: Das Abwehrverhalten muss Hauptaufgabe sein. Natürlich kassieren wir zu viele Gegentore. Allerdings müssen wir auch im Angriff besser werden. Gegen Baunatal waren einige Spieler zu übermotiviert und sind unnötig in Eins-gegen-Eins-Situationen gegangen.

Ein neuer Trainer bringt auch immer ein neues Konzept mit. Wie sieht Ihr Konzept aus?

Kowalinski: Wir haben viele kleine, junge, bewegliche Spieler und werden auf Tempohandball setzen. Das bedeutet nicht nur Tempogegenstöße, sondern auch, dass wir im Angriff durch Kreuzen Lücken reißen und diese ausnutzen wollen. In der Abwehr werden wir wohl eine 6:0- oder eine 3:2:1-Deckung spielen.

Nach acht Spielen steht Fuldatal auf dem vorletzten Rang. Wie schätzen Sie das Potenzial ein?

Kowalinski: Unser Potenzial ist schon am unteren Ende der Liga, daher muss der Klassenerhalt für uns im Moment das Ziel sein.

Von Max Seidenfaden

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