Nach Rücktritt von Jörg Fischer 

Knaut und Reuchsel trainieren jetzt die Handballer der HSG Werra-WHO

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Der neue und der ehemalige Trainer der HSG Werra WHO: Hartmut Knaut (links) löst Jörg Fischer beim Aufsteiger in die Handball-Landesliga ab. Foto: W alger

Heringen. Trainerwechsel bei den Handballern der HSG Werra-WHO: Beim Landesliga-Neuling übernehmen Hartmut Knaut und Co-Trainer Michael Reuchsel den Job von Erfolgscoach Jörg Fischer.

Fischer, der die Mannschaft in der vergangenen Saison souverän zum Aufstieg geführt hatte, tritt aus beruflichen Gründen zurück und wird dem Verein nach eigenen Angaben nur noch in Sachen Marketing zur Verfügung stehen. „Ich bin überzeugt, dass Hardy und Michael das gut hinbekommen. Das Team ist eine absolut intakte, geile Truppe, für das man voll da sein muss. Das wäre für mich in Zukunft aber nicht mehr möglich gewesen“, sagt Fischer, der in Obersuhl und nun auch Bad Hersfeld ein Versicherungsbüro betreibt.

Fischer hatte sich zu Beginn der vergangenen Saison eigentlich schon als Trainer zurückgezogen, dann aber Jonggi Pasaribu, der bei der WHO nie angekommen ist, schon ab dem zweiten Saisonspiel abgelöst. Diesmal habe nach Ende der Saison in Absprache mit der Sportlichen Leitung schnell festgestanden, dass Fischer sein Amt zur Verfügung stellen werde, was der Verein aber nicht öffentlich machte.

Widdershäuser Urgestein

Da sich die Trainersuche nicht gerade einfach gestaltet hatte, ist man bei der WHO jetzt froh, in Hartmut Knaut, dem Widdershäuser Handball-Urgestein, und in Spielervater Michael Reuchsel (zuletzt TV Hersfeld) eine interne Lösung gefunden zu haben.

Dieter Brandes, Vorsitzender des Fördervereins der WHO, sagt: „Natürlich ist es schade, dass Jörg das Traineramt nicht weiter begleiten kann. Er hat in den letzten Jahren hervorragende Arbeit geleistet. Aber wir müssen seine Entscheidung schweren Herzens akzeptieren.“

Knaut hatte seinerzeit die A-Jugend in der Oberliga trainiert. Einige Jungs wie Robin Schneider und Sebastian Schramm gehören jetzt zum Kader des Landesliga-Neulings. Bereits von 2012 bis 2014 leitete Knaut bei der WHO die Geschicke der ersten Mannschaft, damals noch gemeinsam mit Pero Barzov.

„Nicht lange überlegt“

„Die Anfrage kam zwar überraschend, aber ich bin im Verein groß geworden, habe dort einige Mannschaften trainiert und musste deshalb nicht lange überlegen“, sagt Knaut. Er habe zwar Respekt, aber keine Angst vor der neuen Aufgabe. „Wir wollen in der Landesliga eine vernünftige Rolle spielen. Nur den Klassenerhalt anzustreben, ist für mich als Trainer kein Saisonziel“, kündigt der 54-Jährige im Gespräch mit unserer Zeitung optimistisch an.

Ab Freitag wird Knaut sein Team auf die Serie vorbereiten. Bis zum Start der Saison stehen 36 Trainingseinheiten an. Diese beginnt für Aufsteiger WHO am 15. September in Obersuhl mit einem Heimspiel gegen den Tabellenvierten der vergangenen Saison, den VfL Wanfried. Eine Woche später geht es zum Mitaufsteiger Wesertal, ehe am 29. September Vizemeister TV Hersfeld schon zum ersten Derby in Obersuhl gastiert. „Das sind gleich große Aufgaben für uns“, sagt Knaut.

Neben Jan-Uwe Berz (Ost-Mosheim) sind nur die beiden Youngster Nicholas Reuchsel und Luca Schneider (A-Jugend TV Hersfeld) neu bei der WHO. „Wir hätten gern noch einen gestandenen Spieler für den rechten Rückraum. Aber das ist leichter gesagt als getan“, verrät Bodo Ruch, der zur Sportlichen Leitung zählt.

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