Handball-Landesliga Nord: 30:27 in Bad Hersfeld

TSV Korbach bleibt auf Titelkurs

Halt, stehen bleiben: Der Korbacher Mark Potthof (links) im Duell mit Hersfelds Marco Kemmerzell. Foto: Eyert

Hersfeld. Auch die hohe Hürde Hersfeld haben die Handballer des TSV Korbach erfolgreich gemeistert. In der Landesliga Nord gewannen die Kreisstädter mit 30:27 (12:10).

Hochkonzentriert gingen beide Teams in der Anfangsphase zu Werke. Es entwickelte sich eine intensive und packende Begegnung auf hohem Landesliga-Niveau. Dabei hatten meist die Korbacher die Nase knapp vorn, enteilen konnten die Hansestädter dem TVH aber nie. Vor allem Andreas Krause, der allein in der ersten Hälfte sechsmal traf, gab der Korbacher Abwehr Rätsel auf. Seine Nebenleute allerdings hatten ihre liebe Mühe mit dem 6:0-Beton des TSV und seinem bärenstarken Keeper Ivan Blagus.

10:12 lag der TVH zum Seitenwechsel hinten – und brachte danach seinen Trainer in Erklärungsnot. „Wir haben einfach zehn Minuten gepennt“, beschrieb Dragos Negovan den unerklärlichen Einbruch. Plötzlich verlor das TVH-Spiel jegliche Struktur, Angriffe wurden überhastet abgeschlossen, Lücken in der Defensive taten sich auf. Die Korbacher Frieder Schmidt, Florian Ochmann, Jan Pollmer und Co. ließen sich da nicht zweimal bitten. Als der Sturm der Gäste über der Geistalhalle sich gelegt hatte, war aus der Korbacher 12:10-Führung zur Pause ein 20:14 geworden.

„Wir wollten das Tempo hochhalten, denn wir wussten, dass unsere Bank breiter besetzt war“, erklärte Korbachs Co-Trainer Christopher Stuhlmann die Marschroute seiner Mannschaft, die so auch aufging.

Allerdings hatten die Gäste die Rechnung wohl ohne den Kampfgeist des TVH gemacht. Denn der machte sich auf den beschwerlichen Weg der Aufholjagd. „Die Mannschaft hat fantastisch gekämpft“, lobte Dragos Negovan. Stück um Stück arbeiteten sich die Hersfelder nun wieder heran. Insbesondere Sven Wiegel und Lars Keller liefen zu großer Form auf. Nach 51 Minuten brachte Wiegel die Hersfelder auf 24:25 heran.

Denn nach einer Auszeit besannen sich die Gäste. Und spätestens als Benjamin Buchloh einen Torwurf aus dem Nullwinkel durch die Beine von Hersfelds Torhüter Kai Hüter bugsierte war die Wende eingeleitet, dazu hielt der eingewechselte Patrick Fingerhut nun sehr stark. „Ein verdienter Sieg“, befand Stuhlmann, der neben Jan Pollmer auch die Leistung von Dave Alscher lobte.

TSV Korbach - Tor: Blagus, Fingerhut – Feld: F. Schmidt 4, Alscher, V. Schmidt, Kollenberg, Pollmer 7, Emde, Sonnenschein, Potthof 4, Hujer 7/2, Ochmann 4, Buchloh 4, Westmeier. (wsx/rai)

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