Hazim Prezic löst erkrankten Trainer bei Handball-Landesligist Fuldatal/Wolfsanger ab

Kowalinski muss passen

Stabübergabe: Anstelle von Steffen Kowalinski (rechts) trainiert nun Hazim Prezic (links) die HSG Fuldatal/Wolfsanger. Foto: Welch

Fuldatal. Es sah dramatischer aus, als es zum Glück letztlich war. In der vergangenen Woche brach Steffen Kowalinski, Trainer von Handball-Landesligist HSG Fuldatal/Wolfsanger, während des Trainings zusammen. Die von den Rettungssanitätern vor Ort befürchtete Diagnose Herzinfarkt bestätigte sich bei der Untersuchung im Klinikum nicht. Weil Kowalinski dennoch für längere Zeit ausfällt, gab er sein Traineramt ab. Der Verein reagierte und betraute Hazim Prezic mit der Aufgabe, die Mannschaft zum Klassenerhalt zu führen.

Der 61-jährige Kowalinski hatte erst Mitte November den Posten bei der abstiegsbedrohten Spielgemeinschaft von Heinz Behne übernommen. Nun müsse er erst einmal zurückstecken und fit werden.

Starke Verengungen im Halswirbelbereich beeinträchtigen die Durchblutung und somit die Sauerstoffversorgung und führten zum Zusammenbruch. Angedeutet hätten sich die Probleme schon seit Jahren. Weil ihre Ursache nie genau erkannt wurden, blieben alle Therapieversuche ohne dauerhaften Erfolg. Dieser solle sich nun endlich einstellen, weshalb der gebürtige Sachse bald eine Reha antreten wird. „Dauerverhärtungen der Muskulatur sollen dabei gelockert werden, um eine anhaltende Fehlstellung der Wirbel zu verhindern“, führt der Sporttherapeut weiter aus.

Kowalinski, zuvor bereits zweimal als Trainer des TSV Ihringshausen in Fuldatal tätig, verabschiedete sich von der Mannschaft und erklärte, er werde dem Verein erhalten bleiben.

Sein Nachfolger Hazim Prezic hatte die SVH Kassel in der letzten Saison in die Oberliga geführt. Ende November gab er sein Amt beim Tabellenletzten aus freien Stücken auf. Nun fühle er sich wieder voller Energie und auf den Handball fokussiert. „Wenn ich nicht fest davon überzeugt wäre, dass wir den Klassenerhalt schaffen können, wäre ich nicht hier“, sagt Prezic. Die HSG habe, gerade auch durch ihre jungen Talenten, Potenzial.

Fuldatal/Wolfsanger ist Drittletzter und müsste somit absteigen. Den Aufsteiger trennt jedoch nur ein Punkt vom rettenden elften Rang, den die HSG Zwehren/Kassel innehat. Allerdings liegt Ost/Mosheim als 13. ebenfalls nur um einen Zähler hinter Prezics neuem Team zurück.

Von Axel Welch und Wolfgang Bauscher

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