Handball-Landesliga: TV Hersfeld wird seiner Favoritenrolle gegen Wanfried erst spät gerecht

Die lähmende Angst vor Kai Hüter

Bad Hersfeld. Mit einem am Ende dann doch noch recht deutlichen 26:18 (12:9)-Sieg gegen den Tabellenletzten VfL Wanfried festigte der TV Hersfeld seine Position in der oberen Tabellenhälfte der Handball-Landesliga der Männer.

Der Gast, der jeden Zähler im Kampf gegen den Abstieg benötigt, stemmte sich lange Zeit gegen die drohende Niederlage. Neuzugang Milos Milosejivic, erfolgreichster Werfer seiner Mannschaft, sowie das neue Trainergespann Heiko Ilian/Toni Seiler hatten sich offenbar viel vorgenommen. Entsprechend fulminant der Start der Gäste, die schnell mit 2:0 führten. Doch der TVH antwortete mit vier Treffern in Folge.

Mit einer dann aber recht kompakten 6:0-Deckung sowie einem guten Torhüter Palme zwischen den Pfosten, der eine ganze Reihe bester Möglichkeiten der Lullusstädter vereitelte und unter anderem zwei Siebenmeter von Kemmerzell und Koch abwehrte, blieb Wanfried auch in der Folgezeit in Schlagdistanz.

Weil aber auch die TVH-Abwehr sicher stand und Kai Hüter wieder einmal einen Glanztag erwischte, behauptete der TVH fortan eine knappe Führung. „Wir haben anfangs einfach etwas zu statisch agiert“, glaubte TVH-Rechtsaußen Sven Wiegel eine Erklärung dafür zu haben, warum es im Angriff bei den Gastgebern in der ersten Hälfte nicht nach Wunsch lief.

Und wenige Minuten nach der Pause schien sich gar eine Wende anzubahnen, als Wanfried durch Milosejivic der Anschluss gelang (14:13/38.). Zu diesem Zeitpunkt verbüßte Matthiesen eine Zeitstrafe, was der Gast nutzte. Es hätte sogar noch schlimmer kommen können für den TVH, denn unmittelbar danach musste Andreas Krause auf die Bank. Doch diesmal drehte der TVH den Spieß herum und baute dank eines immer stärker werdenden Marco Kemmerzell sowie eines Treffer durch Lars Keller die Führung auf 17:13 aus (43.).

Alles unter Kontrolle

Dies war die Vorentscheidung, denn fortan kontrollierte der TVH das Spiel. Da half es dem VfL auch nicht, dass mit Toni Seiler ein großer, kräftiger Mann, der zuvor nur in der Abwehr eingesetzt worden war, an den Kreis wechselte und Milosejivic alle Anstrengungen unternahm, mehr Druck ins Spiel seines Teams zu bringen. „Die hatten Angst vor Kai Hüter“, bilanzierte Heiko Ilian nach der Partie. Seine Spieler erzielten in den letzten 19 Minuten nur noch fünf Treffer. Zu wenig, um dem Spiel noch eine Wende zu geben.

TV Hersfeld: Hüter, Kretz (ab 54.) - Kemmerzell (8/2), Kromm (1), Förtsch (1), Koch (3), Keller (2), Hampe, Wiegel (4), A. Krause (3), Kehl (1), Matthiesen (3)

SR: Diegeler/Zapke (TSV Wollrode); Zuschauer: 150

Von Hans Hantke

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.