Handball-Landesliga: Hersfelder haben nur in der Anfangsphase ein paar Probleme

TVH landet einen Pflichtsieg

Bad Hersfeld. Ein Torfestival erlebten nur etwa 120 Zuschauer am Samstagabend in der Bad Hersfelder Geistalhalle. Mit 41:31 (19:16) besiegte Handball-Landesligist TV Hersfeld die HSG Zwehren aus Kassel.

Der Spielverlauf ist eigentlich schnell erzählt. Die Gäste – angereist als Drittletzte der Tabelle mit gerade einmal fünf Punkten – machten Hersfeld das Leben in der Anfangsphase schwer genug. Weil die Gastgeber allzu sorglos agierten und irgendwie nicht wirklich Lust auf konzentrierte Abwehrarbeit hatten, brauchte es 20 Minuten und eine frühe Auszeit von Trainer Dragos Negovan, bis die Blau-Weißen die Begegnung in den Griff bekamen. Aus einem 8:10 und 11:12 machte der TVH bis zur Pause eine 19:16-Führung.

Die Entscheidung fiel in den ersten zehn Minuten nach der Pause. Da schraubte Hersfeld das Ergebnis von 19:16 auf 27:20 hoch. Die Abwehr hatte sich jetzt besser auf den Gegner eingestellt und deckte nicht nur im Mittelblock besser, sondern zeigte sich auch insgesamt beweglicher. Spätestens jetzt gingen den Zwehrenern die Ideen aus.

Sven Wiegel lief in der zweiten Halbzeit zu großer Form auf. Der junge Rechtsaußen drehte richtig auf und nutzte seine Torchancen vor allem über Tempogegenstöße zu 100 Prozent. Acht Treffer gelangen dem Kleinsten im Team der Hersfelder. Wiegel war es auch, der die letzten drei Tore der Hersfelder markierte.

Trainer Dragos Negovan sagte nach der Partie das, was man nach einem solchen Spiel sagen muss: „Es war ein Pflichtsieg für uns. Solche Spiele muss man einfach gewinnen, auch wenn man dabei nicht glänzen kann.“

Kein Grund zu meckern

Negovan war unterm Strich vor allem mit der Deutlichkeit des Resultats zufrieden. „Über 41 Tore kann man nicht meckern, auch wenn es noch ein paar Treffer mehr hätten sein können“, meinte er.

Auch mit der Abwehrarbeit, die seine Mannschaft nach anfänglichen Problemen gezeigt hatte, war er einverstanden. „Wir haben uns in der zweiten Halbzeit besser bewegt und waren bereit“, befand Negovan, der auch ein Sonderlob parat hatte: „Sven Wiegel hat in der zweiten Halbzeit klasse gespielt.“

Die Stimmung in der Halle war allerdings ziemlich gedrückt. Der TVH spielte mit Trauerflor, weil sein ehemaliger Spieler Heiko Schuchert im Alter von 52 Jahren kürzlich verstorben ist. Vor der Partie gab es eine Gedenkminute, auf Musik verzichteten die Gastgeber diesmal gänzlich.

Für den TVH geht es erst am 20. Februar mit dem Spitzenspiel bei Melsungen II weiter. „Wir werden uns gut vorbereiten“, verspricht Trainer Negovan.

TV Hersfeld: Hüter, Kretz (47. -60.) - Kemmerzell 6, Kromm 1, Förtsch 2, Koch 2, Keller 6, Wiegel 8, Krause 8, Matthiessen 8, Mudrak.

Z: 120; SR: Labmann (Gedern)/ Wagenbach (Wettenberg)

Von Sascha Herrmann

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