Handball-Landesliga

HSC Landwehrhagen mit Ach und Krach zum Punktgewinn

+
Hatte bei einem seiner fünf Strafwürfe Pech: HSC-Neuzugang Marc Holzhauer, der hier von der Dittershäuser Abwehr gebremst wird.

Staufenberg. Schwere Zeiten für Handball-Landesligist HSC Landwehrhagen: Auch das Heimspiel gegen die TSG Dittershausen konnte nicht gewonnen werden.

Eine Annahme wurde vor dem Spiel des HSC Landwehrhagen gegen die TSG Dittershausen allgemein geteilt: Wollen die Staufenberger eine Chance auf den Klassenerhalt haben, muss das Schlusslicht zumindest seine ausstehenden fünf Heimspiele gewinnen. Der erste Versuch ging am Samstagabend daneben. Die Gastgeber mussten mit einem 24:24 (11:14) zufrieden sein. Da Alsfeld in Flieden gewann und vier Punkte Vorsprung hat, dürfte es für den HSC nun noch schwerer werden. Unser Schnellcheck zum Heimspiel gegen Dittershausen:

Ist das Ergebnis letztendlich gerecht?

Ja, aufgrund der Leistungssteigerung des HSC in der zweiten Halbzeit. Allerdings war es auch glücklich, denn Dittershausens Kreisläufer Tim Siebert traf in der Schlussekunde (!) noch einmal ins HSC-Tor, stand dabei aber nach Erkenntnis der Schiedsrichter im Kreis.

Merkte man den Gastgebern den Druck im Spiel an?

Zunächst schien der HSC völlig unbelastet aufzuspielen, ging mit 3:0 und 4:1 in Führung. Danach verkrampfte das Team im Angriff immer mehr, und auch in der Abwehr sah der HSC in der ersten Halbzeit oft alt aus - unter anderem gegen den beweglichen Gästespielmacher Tim Poppenhäger. Trainer Sven Hinz dazu: „Wir haben uns sogar mit Videoaufnahmen auf all diese Situationen vorbereitet, aber wir konnten die Erkenntnisse auf dem Feld nicht umsetzen.“ Darüber hinaus habe sich sein Team zu viele Würfe in ungünstigen Situationen erlaubt.

Wie präsentierten sich die Gäste, die als Aufsteiger eine gute Saison spielen?

Auf jeden Fall spielerisch weitaus gefälliger als der HSC und mit einem durchweg guten Torhüter Wasmann. Die Mannschaft wirkte sehr homogen und abgestimmt. Alle Konter waren brandgefährlich. Der TSG gelang in der ersten Halbzeit das Kunststück, ohne einen Linkshänder im Kader mehrere Treffer aus teilweise unmöglichem Winkel von Rechtsaußen zu erzielen. Auch in der Abwehr standen die jungen TSG-Spieler lange Zeit gut - bis zum 19:13 (38.).

Wie gelang dem HSC nach einem 13:19-Rückstand die Aufholjagd?

Das war in erster Linie der strikten Defensivtaktik in der Abwehr zu verdanken. Dittershausen, das aus dem Rückraum kaum warf, hatte nun große Mühe, Lücken zu finden. Zehn Minuten gelang den Gästen kein einziger Treffer. Der HSC konnte nun, auch dank eines sich steigernden Torhüters Björn Frey, seinerseits kontern, zeigte aber weiterhin manchmal Nerven. So wie bei dem leichtfertig vergebenen Konter durch Becker und Holzhauer. Trotzdem erzielte Arne Heyne den 19:19-Ausgleich (47.).

Warum ging es für den HSC so schwungvoll nicht weiter?

Die Effektivität schwand. Ein vergebener Siebenmeter, zwei Pfostentreffer, eine unnötige Strafzeit und Dittershausen schien nach Lukas Reinbolds Schnellangriff zum 23:20 auf der Siegerstraße zu sein (54.). Erst ein Kraftakt in der Schlussphase mit Toren von Rohdich, Holzhauer, Hinz und letztlich Heyne sicherte das Unentschieden.

Was sagten die Trainer zu diesem extrem umkämpften Spiel?

Beide waren unzufrieden. „Was soll ich sagen, wir leben noch, aber berauschend war das nicht“, so ein abgekämpfter Sven Hinz. Sein Gegenüber Hinnerk Hrdina meinte: „Wir haben heute den Unterschied zwischen einer relativ jungen und einer routinierten Mannschaft gesehen. Taktisch waren wir einfach nicht clever genug.“

Landwehrhagen: Frey, Erlbeck - Holzhauer 5/4, Hörder 4, Rohdich 4, Heyne 3, Hinz 3/2, Becker 2, Zimmermann 2, Kudzma 1, Brücker.

Dittershausen: Wasmann - Poppenhäger 7/2, Chr. Siebert 5, Berninger 3, L. Reinbold 3, J. Braun 1, T. Siebert 1, M. Reinbold 1, Vaupel 1, J. Braun 1, Prokopy 1.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.