Handball-Landesliga: Landwehrhagen macht sich Gedanken über einen Neuanfang

HSC plant für Liga tiefer

Am Boden: Arne Heyne (am Ball) und Sven Hinz (ganz rechts) müssen den Klassenerhalt mit dem HSC bereits abschreiben. Foto: Frankfurth

Landwehrhagen. Schwere Zeiten für Handball-Landesligist HSC Landwehrhagen: Nach 16 Niederlagen in 19 Saisonspielen und besonders nach der jüngsten Heimschlappe gegen Alsfeld gilt es, den Verein neu auszurichten. Wir haben das zusammengetragen, was bislang feststeht und wichtig ist.

Die sportliche Situation

Dass dem einst so heimstarken HSC in dieser Saison noch kein Heimsieg gelungen ist, spricht Bände. Die Mannschaft steht am Tabellenende und hat sechs Punkte Rückstand auf das rettende Ufer (drittletzter Tabellenplatz). Eine Aufholjagd erscheint aufgrund der von Konkurrent TV Alsfeld in der Winterpause neu gewonnen Stärke unrealistisch. Das HSC-Team hat zudem nicht durchgängig Landesliga-Niveau.

Die Planung

Vereinvorsitzende Ellen Kühne sagt ganz klar: „Wir fangen jetzt mit der Planung für die Bezirksoberliga an und sehen das auch als Chance für einen Neuanfang. HSC-Sportvorstand Jens Haeder hat die Gespräche mit dem aktuellen Kader aufgenommen. Bislang gibt es zumindest kaum klare Absagen seitens der Spieler, auch wenn das zum jetzigen Zeitpunkt nichts heißen mag. Klar geäußert hat sich Kreisläufer Arne Heyne, der laut Sven Hinz auf Landesliga-Niveau bleiben möchte. Neue Spieler nach Landwehrhagen zu holen, ist für einen Tabellenletzten natürlich schwierig. Die Neuzugänge sollen laut Haeder vor allem junge Spieler aus dem Kasseler Raum sein. Der Verein hofft zudem, dass viele Akteure des aktuellen Teams dem HSC treu bleiben. Derzeit soll es zwei Zusagen geben. Die Jugendarbeit soll intensiviert werden. Der HSC hofft, aus seiner B-Jugend in einigen Jahren eigene Spieler für die Männermannschaft zu gewinnen.

Die Trainerfrage

Könnte sich vielleicht gar nicht stellen. Gerüchten, er werde am Saisonende auf jeden Fall aufhören, bestätigt Sven Hinz nicht: „Ich habe positiv signalisiert, dass es mit mir weitergehen könnte. Dafür benötige ich aber eine spielfähige Mannschaft.“ Das sei nun die Aufgabe des Vorstandes. Hinz spricht sich auch dafür aus, die im vergangenen Sommer begonnene Verjüngungskur fortzusetzen.

Das nächste Spiel

Der HSC tritt am Samstagabend bei der SVH Kassel an (Anwurf in der Harleshäuser Sporthalle: 19 Uhr). Sven Hinz will die Partie beim Tabellenneunten, der sich vor der Saison mehr ausgerechnet hatte, nicht abschreiben: „Vielleicht gelingt es uns ja sogar, noch ein paar Siege einzufahren. Gerade jetzt, wo die Mannschaft ganz ohne Druck auflaufen kann.“ Die SVH Kassel wechselte mitten in der Saison den Trainer: Für Iljo Duketis übernahm der langjährige Mündener Spieler Andrii Doktorovych die sportliche Verantwortung. Es ist die erste Trainerstation des gebürtigen Ukrainers. Seit seinem Amtsantritt am 4. Dezember verbuchte sein Team zwei Siege, ein Unentschieden und zwei Niederlagen.

Von Michael Frankfurth und Manuel Brandenstein

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