Uwe Mäusgeier vertritt Robert Nolte beim TGR-Gastspiel in Eschwege

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Er soll helfen, den Engpass zu überbrücken: Der Kroate Drazen Cica gab gegen Melsungen II sein Debüt im TGR-Tor. 

Rotenburg. Das zweite Saisonspiel steht für die Landesliga-Handballer der TG Rotenburg an. Sie gastieren am Sonntag ab 16.30 Uhr beim Eschweger TSV.

Beide Teams sind mit Niederlagen gestartet. Die TGR unterlag Titelfavorit MT Melsungen II trotz ansprechender Leistung mit 24:30. Die Eschweger erlebten bei der HSG Fuldatal/Wolfsanger gar ein Debakel. Sie wurden mit 40:26 (16:13) demontiert.

Uwe Mäusgeier, der die TGR übermorgen für den verhinderten Trainer Robert Nolte coachen wird, hat sich ein Video vom Spiel der Eschweger angeschaut und wichtige Erkenntnisse gewonnen. Zum Beispiel die, dass die Bank des ETSV nicht allzu gut besetzt ist. Die ersten sechs Feldspieler standen jedenfalls fast durchweg auf dem Parkett. Und das geht an die Substanz. Und so wuchs der Drei-Tore-Pausenrückstand nach dem Wechsel auf zum Schluss 14 Treffer an.

„Wenn sie so spielen wie bei Fuldatal“, sagt Uwe Mäusgeier, „dann sollten wir in Eschwege punkten.“ Anschauungsunterricht, wie man den ETSV schlägt, hat Fuldatal/Wolfsanger ja gegeben. „Wir müssen die Eschweger auf Trab halten“, sagt Uwe Mäusgeier. Deren entscheidender Mann in Abwehr wie Angriff sei Tomislav Zidar: „Er reißt das Spiel an sich. Alles läuft über ihn.“

ETSV-Trainer Matthias Müller wusste nach dem ernüchternden ersten Auftritt: „Es liegt noch viel Arbeit vor uns, und jetzt ist das Team gefordert, gegen Rotenburg die richtige Antwort zu geben.“ Zur Halbzeit hätte er noch fest an den eigenen Sieg geglaubt, denn Fuldatal sei keine Übermannschaft.

Harsche Kritik

Deutliche Worte fand Müller für seine Keeper Laurian Brici und Cornel-Vasile Medrea: „Mit so einer Torwartleistung können wir kein Spiel gewinnen.“ Dabei durfte sich das Duo in der zweiten Hälfte auch ein bisschen von den Vorderleuten im Stich gelassen fühlen. Immer wieder tauchten die Gegner frei vor dem Eschweger Kasten auf.

Deshalb wird der ETSV gegen Rotenburg erneut versuchen, Müllers Erfolgsrezept umzusetzen: „Unser Ziel muss es sein, aufbauend auf einer starken Abwehr- und Torwartleistung unser schnelles Spiel aufzuziehen und über einfache Tore zum Erfolg zu kommen.“

Die meisten Treffer zum Auftakt - sieben nämlich - erzielte ein Eschweger, der seine Karriere eigentlich beenden wollte: Klaus Stephan. Weil Philipp Haaß wegen eines Mittelhandbruchs noch einige Wochen fehlen wird, sprang Stepahn kurzfristig ein.

Bei der TGR gab es ebenfalls im ersten Spiel eine wichtige Personalie. Die betraf die Torwartposition. Weil die Langzeitverletzten Tomas Pankiewicz und Florian Schmidt noch länger fehlen werden, hatten sich die Rotenburger kurzfristig die Dienste von Drazen Cica gesichert.

Für ihn ist auch schon eine Wohnung gefunden, die nun eingerichtet werden muss. Wenn für den Kroaten, der kurz vor dem Abschluss seines Fernstudiums steht, jetzt auch noch ein Job - welcher Art auch immer - gefunden wird, könnte es für Cica ein längeres Gastspiel bei der TGR werden. Derweil arbeitet der Keeper fleißig an sich, um wieder in Form zu kommen.

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