Ein Moment zum Genießen

Landesliga: HSG Baunatal trumpft bei Titelkandidat Hersfeld groß auf

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Zupackende Abwehrarbeit: Die Baunataler Deckung stand in Hersfeld. Auch Martin Reinbold (links) und Dennis Bachmann (rechts), hier gegen Andy Krause, trugen dazu bei. 

Bad Hersfeld. In einem furiosen Spiel bezwangen die Landesliga-Handballer der HSG Baunatal den Tabellenzweiten aus Hersfeld mit 38:30. Ein Augenblick zum Genießen.

Und sie hatten ihn sich mehr als verdient. Was die Landesliga-Handballer der HSG Baunatal nach der Partie beim TV Hersfeld veranstalteten, war in dieser Saison noch keiner anderen Mannschaft vergönnt - der Siegertanz im Mittelkreis. Bisher hatte der hohe Favorit und Titelkandidat in eigener Halle noch nicht verloren. Als wäre es das Selbstverständlichste von der Welt, fegte die Mannschaft von Trainer Mike Fuhrig die Gastgeber aus der Halle und triumphierte mit 38:30 (19:12). Die Baunataler spielten in Angriff und Abwehr stark und hatten in Max Henkel und Christian Suter überzeugende Torhüter. Damit stellten sie die Hersfelder vor eine Herkulesaufgabe. Gewachsen war der TVH ihr nicht. „Das hatte auch etwas mit Selbstüberschätzung zu tun“, befand Trainer Dragos Negovan.

Früh stellte die HSG die Weichen auf Sieg, und Mitte der ersten Hälfte begannen für sie die Hersfelder Festspiele. Auch Negovans Maßnahme, Gäste-Spielmacher Christian Vogt offensiv zu decken, brachte nicht die Wende. Zwar kamen die Gastgeber auf 25:28 heran, aber die Baunataler zogen wieder davon.

Mit Erfolg kam das Selbstvertrauen

Einen Baustein zum Sieg sah Max-Malte Wagenführ in der abermals mit ihm als vorgezogenem Spieler formierten 5:1-Deckung. „Dieses System liegt uns gut, und alle Mannschaftsteile haben es inzwischen gut verinnerlicht“, berichtete der auch als neunfacher Torschütze in Erscheinung getretene Baunataler. Auch die einstudierten Spielzüge hätten funktioniert.

Dass die HSG würde mithalten können, war den Spielern schon zu Beginn klar. „Im Hinspiel waren wir in der ersten Halbzeit gleichauf. Und nach den ersten guten Aktionen ist das Selbstvertrauen weiter gewachsen“, sagt Wagenführ. „Nach all den Rückschlägen dieser Saison tut es gut, nun solche Erfahrungen zu machen“, erklärte er auch im Hinblick auf den Sieg über Dittershausen am vorigen Wochenende und sinniert: „Es wäre in dieser Serie mehr drin gewesen.“

So gelte es nun, die gute Form zu bestätigen, betonte Wagenführ weiter und blickte voraus: „Wir sehen ja meist gegen die starken Teams am besten aus. Und am Sonntag kommt Tabellenführer Melsungen.“

Baunatal: Henkel, Suter - Bachmann, Kusan 9/4, Guthardt, Wagenführ 9, Ganasinski, Seifert 4, Vogt 8, Mett 2, Kusiek 2, Reinbold 4.

Von Hartmut Wenzel und Wolfgang Bauscher

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