Handball-Landesliga: Siebenmetertor rettet der TGR gegen TV Hersfeld einen Punkt

Gerlach behält die Nerven

Man of the Match: Daniel Holl (links) und Trainer Uwe Mäusgeier haben den herausragenden Moritz Gerlach auf ihre Schultern gehoben. Und das mit gutem Grund: Der Jüngste im TGR-Trikot hat Courage bewiesen und seinen Rotenburgern in letzter Sekunde per Strafwurf einen Zähler beschert. Foto: Walger

Rotenburg. Das war an Dramatik nicht zu überbieten, was die Landesliga-Handballer der TG Rotenburg und des als Spitzenreiter angereisten TV Hersfeld am Samstag abgeliefert haben. Die Hochspannung hielt bis zur allerletzten Sekunde. Die Spielzeit war bereits abgelaufen. Aber nach einem Foul an Stefan Ebenhoch war noch ein Strafwurf auszuführen.

Der bescherte der TGR die Gelegenheit, die drohende Niederlage abzuwenden. Der junge Moritz Gerlach trabte zum Punkt, übernahm die Verantwortung und krönte seine tolle Leistung. Er überwand Gästetorwart Kai Hüter zum 23:23 (11:11)-Endstand.

Während die Rotenburger jubelnd im Kreis umherhüpften, ließen die Hersfelder die Köpfe erst einmal hängen - kein Wunder, hatten sie doch so dicht vor dem Triumph gestanden.

Bei Kai Hüter war wenige Minuten nach dem Abpfiff von Frust nichts zu spüren. Er hatte da das Ergebnis längst richtig eingeordnet. „Wir haben hier in Rotenburg erst mit zehn Toren verloren, dann letzte Saison mit zwei, und jetzt haben wir einen Punkt geholt - ist doch alles in Ordnung“, sagte er und wies darauf hin, dass die TGR fünf ihrer letzten sieben Spielen gewonnen und die beiden anderen unentschieden gespielt hat. Das Remis sei für beide Mannschaften nach ihrem großen Kampf der verdiente Lohn.

Fight auf Biegen und Brechen

Mangelnde Einsatzbereitschaft brauchte sich tatsächlich keiner vorzuwerfen. Es entwickelte sich ein Fight auf Biegen und Brechen, der alle Beteiligten Nerven kostete.

Zweimal in dieser Partie schien die Partie zu- gunsten der Hersfelder zu kippen. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase stand es 5:5 (13.); anschließend blieb die TGR sieben Minuten ohne Treffer. Zwei Stürmerfouls, ein Siebenmeter ans Lattenkreuz und ein Fehlwurf von der Rechtsaußenposition waren Einladungen an den Gast, der diese annahm und kühl konternd auf 5:9 (20.) enteilte.

Das Rotenburger Trainerduo Robert Nolte/Uwe Mäusgeier nahm eine Auszeit und brachte mit Linkshänder Stefan Ebenhoch und Regisseur Moritz Gerlach zwei neue Kräfte, die langfristig den TGR-Angriff belebten.

Doch direkt nach dem Seitenwechsel gelang es dem TVH wieder, sich abzusetzen. Von der 31. bis zur 35. Minute machte er aus dem 11:11 ein 14:11. „Nach diesen Rückständen hat die Mannschaft wieder richtig gut zusammengespielt - großes Lob an das Team“, sagte Uwe Mäusgeier. Die TGR führte sogar mit 17:15 (42.), doch auch der TVH bewies in misslicher Lage mentale Stärke. Und so blieb es hüben wie drüben eine Abwehrschlacht.

TG Rotenburg: Pankiewicz, Schuster - Eimer, Einhorn (6/2), Teichmann (2), Denk (1), Köhler, T. Balic, Golkowski (2), B. Balic, Gerlach (5/2), Ebenhoch (3), D. Holl (3), J.-O. Holl (1).

TV Hersfeld: Hüter, Kretz - Köpke (2), M. Krause (4), Kemmerzell (3), Kromm (1), Förtsch, Koch (2), Hampe, Wiegel (2), Rohde (2), Matthiessen (2), A. Krause (5), Kehl

SR: Janson/Kreitz (TSG Dittershausen); Zuschauer: 400

Von Thomas Walger

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