26:22 im Hit der Landesliga

MT Melsungen II gewinnt Spitzenspiel beim TV Hersfeld 

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Abgekämpft, aber glücklich: Die Melsunger (von links) Maximilian Pregler, Christopher Barth, Alexander Bärthel, Igor Schuldes, Björn Kramer und Eugen Gisbrecht. 

Bad Hersfeld. Die Bundesliga-Reserve der MT Melsungen ist nach dem 26:22-Sieg im Spitzenspiel der Landesliga klar auf Aufstiegskurs.

Es war der Moment, als die Partie zu kippen drohte. Hersfelds Rechtsaußen Philipp Koch hatte gerade zum 17:17 ausgeglichen (40.). Doch die Landesliga-Handballer der MT Melsungen II bewahrten kühlen Kopf. Der starke Spielmacher Eugen Gisbrecht (2), Rechtsaußen Igor Schuldes und Luca Hagemann drehten das Spiel zum 21:17 (44.), während der überragende Fabian Meyfarth seinen Kasten sauber hielt. Ein Vier-Tore-Vorsprung, den die Bundesliga-Reserve beim 26:22 (14:11)-Erfolg im Spitzenspiel beim TV Hersfeld ins Ziel brachte, womit ihr die Meisterschaft nicht mehr zu nehmen sein dürfte.

„Wir sind immer cool geblieben“, freute sich MT-Coach Georgi Sviridenko. Und das nicht nur in der Schlussphase. Sondern auch als die Gastgeber nach einer schwachen Anfangsphase durch den starken Fynn Reinhardt beim 4:5 (12.) wieder dran waren. Oder als Alexander Bärthel bei angezeigtem Zeitspiel Petr Hruby mit einem Kempa-Pass bediente - und der Routinier zum 11:6 (20.) vollstreckte. Und auch in der zweiten Halbzeit, als das Spiel nach einigen Zeitstrafen und einer Disqualifikation gegen Bärthel nach einem Schlag gegen TVH-Regisseur Marco Kemmerzell zu kippen drohte. Oder als Hersfelds Schlussmann Kai Hüter nach einem vergebenen Siebenmeter von Max Pregler und einer spektakulären Parade gegen Vlad Avram beim Stand von 18:21 (51.) beim eigenen Anhang noch einmal Hoffnung auf eine Wende aufkeimen ließ.

Mit Petr Hruby

Wie ernst der Tabellenführer die Partie nahm, zeigte nicht nur die Berücksichtigung der beiden A-Jugendlichen Jona Gruber und Tomas Piroch. „Die haben gut mitgehalten und richtig Qualität reingebracht“, lobte TVH-Coach Dragos Negovan die Talente. „Wir wollten heute kein Risiko eingehen“, erklärte sein Kollege Sviridenko diese Maßnahme. Auch die Reaktivierung von Routinier Petr Hruby, der gleich von Beginn an spielte, zeigte Wirkung. „So haben wir Hersfelds aggressive Deckung in die Defensive gedrängt“, sagte MT-Spielmacher Eugen Gisbrecht, der hervorragend mit dem früheren tschechischen Nationalspieler harmonierte. Da war es durchaus zu verkraften, dass Torjäger Max Pregler grippegeschwächt nur phasenweise mitwirken konnte.

Kreisläufer Petr Hruby

Außerdem stand die MT-Deckung und dahinter war Torwart Meyfarth kaum zu überwinden. Vollkommen blass blieb so der Ex-Melsunger Mark Petersen. Nur selten gelang Marco Kemmerzell oder Andreas Krause ein Durchbruch. Lediglich Fynn Reinhardt wusste aus der zweiten Reihe für Torgefahr zu sorgen. Doch auch das Hersfelder Talent bekam der MT-Mittelblock im Laufe der Partie immer besser in den Griff.

„Wir haben in der entscheidenden Phase einfache Tore gefangen und uns keine klaren Chancen erspielen können“, begründete TVH-Coach Negovan die Niederlage und bekannte: „Die Melsunger waren heute einfach besser.“ Und können fünf Spieltage vor Schluss wohl schon für die Oberliga planen.

• Hersfeld: Kretz (1.-20., 3 Paraden/10 Gegentore), Hüter (20.-60., und bei einem 7m, 15/16); Deppe 2, Köpke 1, M. Krause, Kemmerzell 2/1, Förtsch 2, Koch 2, Petersen, Reinhardt 7/1, Krause 5, Matthiessen 1. Melsungen: Frohmüller, Meyfarth (1.-60., 20/22); Hagemann 1, Schuldes 5, Avram 4, Bärthel. Pregler 4/2, Bruns, Gruber 1, Piroch 1, Hruby 4, Gisbrecht 6/1, Hartung, Barth.

SR: Kaplan/Scheld (Wiesbaden/Hüttenberg).

Zuschauer: 300.

Siebenmeter: 2/4:3/4.

Zeitstrafen: 6:2-Minuten.

Rote Karte: Bärthel (34., Tätlichkeit).

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