Nerven liegen blank

Landesliga: König kritisiert Lubadel – Fitozovic kommt im Sommer

König

Ostheim. Es rumort beim Handball-Landesligisten TSV Ost-Mosheim. Der 1. Vorsitzende der Hochländer, Jürgen König, ließ seinen Unmut über die Situation beim TSV nach der jüngsten Niederlage freien Lauf. Und attackierte Trainer Mario Lubadel. Die Situation des Aufsteigers hat sich vor dem Schlüsselspiel in Eschwege (So., 16.30 Uhr) damit weiter verschärft.

„Ost-Mosheim spielte kopflos und ohne Konzept. Vom Trainer kamen keine oder nur unzulängliche Anweisungen“ kritisierte König. „Im Angriff spielt man nun schon die ganze Serie ohne System, Spielzüge sieht man nur selten“, heißt es weiter. Nach dem Aufstieg sei es nicht gelungen, aus „guten Einzelspielern eine homogene Einheit zu formen.“

Dass ein Vereinsvorsitzender die Autorität des eigenen Trainers, auch angesichts der prekären Situation der Hochländer im Abstiegskampf, öffentlich untergräbt, ist ungewöhnlich. Zumal König zuvor offensichtlich nicht das Gespräch mit seinem Trainer gesucht hat. „Ich will Mario damit nicht ablösen, aber ich erwarte eine Reaktion“, sagt der TSV-Manager.

„Ich lasse mich nicht provozieren“, erklärt Lubadel, der sich erst nach dem Ablauf seines Vertrags am 30. Juni äußern will. Trotz der jüngsten Entwicklung will der TSV-Coach die Mannschaft weiter betreuen. Vor allem, weil ihm das Team gerade nach der bitteren Niederlage gegen Dittershausen den Rücken stärkte und sich für ihn aussprach. „Ich habe den Jungs versprochen, ich ziehe das mit euch bis zum Ende durch, und ich halte meine Versprechen“, erklärt der 50-Jährige, der die Hochländer seit dem 1. Juli 2009 trainiert. Und dessen Engagement nun nach dieser Serie endet. Als Nachfolger steht bereits Mirza Fitozovic bereit. Lubadel hingegen will auch nach seinem Abgang beim TSV weiter als Trainer in der Landesliga arbeiten.

Die Partie beim ebenfalls abstiegsgefährdeten Eschweger TSV mit Toptorjäger Tomislav Zidar hat für die Hochländer angesichts von sechs Punkten Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz bereits den Charakter eines Schicksalsspiels. Die Gastgeber sind gut drauf und holten zuletzt drei Siege aus den vergangenen fünf Partien. Foto: nh

Von Moritz Minhöfer und Marcel Glaser

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