Analyse: Warum Ost-Mosheim vor dem Landesliga-Derby wieder erstarkt ist

Neues Selbstbewusstsein

Entwischt: Ost-Mosheims Philipp Bachmann (am Ball) zählt zu den absoluten Leistungsträgern im Team von Trainer Mario Lubadel und ist besonders im 1:1 nur schwer zu halten. Hier lässt der TSV-Spielmacher Großenlüders Lukas Dimmerling stehen. Foto: Kasiewicz

Ost-Mosheim. Der TSV Ost-Mosheim hat nach einer verkorksten Hinrunde (3:17 Punte) in der Handball-Landesliga zu neuer Stärke gefunden und ist seit vier Partien ungeschlagen. Die Gründe dafür sind vielfältig. So hatte der TSV dank einiger Spielverlegungen eine längere Winterpause, die genutzt wurde. „Ich habe noch nie in meiner Karriere so viele Spielergespräche geführt“, sagt TSV-Coach Lubadel, „auch weil ich mit der Einstellung und der Bereitschaft mancher Spieler zum Training nicht zufrieden war.“

Vor allem die Rückkehr von Torjäger Florian Kusiek hat dem Team Auftrieb gegeben. Zudem haben sich Spieler wie Sebastian Wicke und Philipp Bachmann deutlich gesteigert. Daneben hat das Team eine harte und umfangreiche Vorbereitung (Sechs Testspiele) auf die Rückrunde absolviert.

Den Auftakt verlor die Lubadel-Sieben beim Spitzenreiter Korbach zwar mit 32:27. Dennoch zeigten die Hochländer positive Ansätze. Vor allem in der Defensive präsentierte sich der TSV gefestigter, was vor allem an der Reaktivierung von Routinier Sönke Elbeshausen lag. Der Rückraumhüne hatte über zwei Jahre kein Handball gespielt, wollte den Hochländern in dieser schwierigen Saison aber helfen. „Er gibt immer alles für die Sache“, lobt Lubadel.

Besonders die Siege gegen Landwehrhagen und Hainzell/Großenlüder, als Wicke und Co. die Partie trotz eines deutlichen Rückstandes noch gedreht haben, gaben dem Team neues Selbstvertrauen. Seitdem tritt die Mannschaft selbstsicherer auf und kann dank ihres unbändigen Kampfeswillen auch kritische Situationen für sich entscheiden.

Ob es auch im Derby zu einem Sieg reicht, dürfte aber fraglich sein. Neben Kusiek (Wade), Torhüter Dennis Wittig (Bänderiss) und Elbeshausen drohen auch Oliver Eckhardt und Wojtek Lalek (beide Erkältung) auszufallen. „Wir werden alles geben und die Partie möglichst lange offen halten“, sagt Lubadel, „aber ein Sieg gegen Melsungen wäre wie ein Lottogewinn.“

Von Marcel Glaser

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