Handball: Landwehrhäger Landesligist bestreitet seine bislang schwierigste Saison

HSC hat noch Hoffnung

Noch nie abgestiegen: Sven Hinz (hier im Spiel gegen Hersfeld) hat eine schwere zweite Saisonhälfte vor sich. Foto: Brandenstein

Landwehrhagen. Die üblichen Halbserien-Bilanzen der drei höherklassigen Handball-Mannschaften des Altkreises Münden sind in dieser Saison überflüssig. Ein Blick auf die entsprechenden Tabellen sagt alles. Die Teams stehen am Tabellenende und auch den Anhängern ist klar, dass bislang fast alles schiefgelaufen ist. So sagt Landwehrhagens Spielertrainer Sven Hinz: „Positives gab es kaum und es macht keinen Sinn, auf dem Negativen noch rum zu reiten.“

Immerhin äußerte sich jetzt HSC-Vorstandsmitglied Jens Haeder zur Situation und dem weiteren Vorgehen. Der Landesligist hofft noch auf einen Neuzugang. Es habe bereits einige Gespräche gegeben, berichtet Haeder, die aber nicht von Erfolg gekrönt waren. Als Tabellenletzter mit noch keinem Punkt auf dem Konto ist der HSC für wechselwillige Spieler nicht sonderlich attraktiv. Die Entscheidung eines Akteurs stehe aber noch aus. Sie soll im Januar fallen. Ansonsten habe sich die Mannschaft noch nicht aufgegeben, wenn auch klar sei, dass es eine solch brenzlige Lage seit dem Landesliga-Aufstieg im Jahr 2008 noch nicht gegeben habe (siehe Kasten).

Besonders die letzten beiden Punktspiele haben den Frust gesteigert. Mit den Niederlagen beim Mitkonkurrenten Flieden und die Heimpleite gegen Hofgeismar waren anders geplant. Was kann dem HSC Landwehrhagen also noch Mut machen? Da ist vor allem die Annahme, dass es am Ende der Saison nur zwei Absteiger geben wird. „Aus der Oberliga dürften weder Melsungen II noch Gensungen zu uns abrutschen“, ist sich nicht nur Jens Haeder sicher. Das würde die Absteigerzahl in der Landesliga um eine Position reduzieren.

Der Rückstand auf den rettenden drittletzten Platz, den Alsfeld belegt, beträgt damit fünf Punkte. Und der HSC muss hoffen, dass die Alsfelder am 13. Februar ihr Gastspiel beim Vorletzten in Flieden (derzeit 2:22 Punkte) verlieren.

Jens Haeder sagt, dass der HSC in der aktuellen Situation zweigleisig plane: „Selbst wenn wir im neuen Jahr Punkte sammeln sollten, wird die Entscheidung, ob wir die Klasse halten, erst sehr spät feststehen. Deshalb müssen wir uns natürlich mit einem möglichen Abstieg in die Bezirksoberliga beschäftigen. Wir müssen möglichst schnell mit den Gesprächen mit Spielern und Trainer beginnen.“ Die Hoffnung ist, die Mannschaft im Abstiegsfall in die Pflicht nehmen zu können. Soll übertragen heißen: Wer den Karren in den Dreck zieht, soll ihn auch wieder rausziehen.

Immerhin wird der Abstiegskampf zum ersten Mal seit Jahren nicht durch den sonst üblich gewesenen Punktabzug aufgrund fehlender Schiedsrichter erschwert. Auch das lässt die Hoffnung beim HSC bestehen.

Von Manuel Brandenstein

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