Aufstiegs-Endspiel: Sperl-Sieben hofft auf Einsatz von Meyfarth

MT II oder Korbach?

Erfahrener Leistungsträger: Auf die Qualitäten von Kreisläufer Petr Hruby (am Ball) baut die MT Melsungen II auch im Hit gegen den TSV Korbach um Spielertrainer Florian Ochmann (Mitte). Foto: Hahn

Korbach. Ganz Nordhessen blickt am Samstag nach Korbach: Dort steigt um 16.30 Uhr der Landesliga-Hit zwischen den Handballern der MT Melsungen II und dem TSV Korbach. Der Sieger des Duells dürfte für die Oberliga planen.

Die Partie ist der absolute Höhepunkt der laufenden Saison. Von 900 bis 1000 Zuschauern ist die Rede, die in der Korbacher Sporthalle für eine unglaubliche Atmosphäre sorgen wollen. „Für solche Spiele spielt man Handball“, sagt MT-Coach Andre Sperl. Viel wird davon abhängen, wie beide Teams mit dem Druck klar kommen. „Viele unserer Spieler kennen solch eine Atmosphäre noch nicht“, sagt Sperl, der auch vor dem Einfluss der Zuschauer auf die Schiedsrichter warnt.

Korbachs Torjäger Jan Pollmer sieht gerade hier einen entscheidenden Vorteil der Gastgeber. „Die Achse Mario Schanze und Petr Hruby ist natürlich stark. Aber Melsungens Leistungsträger wie Merlin Kothe sind noch recht jung, während wir mit Mark Potthoff, Florian Ochmann und mir Akteure haben, die schon einige Spiele dieser Art gemacht haben.“ Dass auch erfahrene Spieler Nerven zeigen können, wurde im Hinspiel deutlich, als die Waldecker in 90 Sekunden eine 41:38-Führung verspielten. Zum Held des Abends avancierte damals MT-Torjäger Kothe, der mit einem direkt verwandelten Freiwurf in der Schlusssekunde für das 41:41-Remis sorgte.

Sperl warnt vor Potthoff

„Die Mannschaft, die die wenigsten Fehler macht, wird gewinnen“, sagt Sperl, der bis zum Schluss eine enge Partie erwartet. Respekt hat der MT-Trainer vor allem vor Korbachs Halbrechten Potthoff: „Er ist diese Saison das Maß aller Dinge. Dafür ist Pollmer noch nicht so in Form.“ Daneben nimmt Spielertrainer Florian Ochmann als Spielmacher und Abwehrspezialist eine zentrale Rolle ein. Auf Rechtsaußen hat sich Benjamin Buchloh zu einem absoluten Leistungsträger entwickelt. „Er ist sehr schnell und bestraft jeden Fehler“, warnt Sperl vor dem 24-Jährigen, der mit seinen starken Leistungen bereits das Interesse höherklassiger Vereine geweckt haben soll. Schon im Hinspiel hatte die rechte Seite um Potthoff und Buchloh überragt, als beide zusammen 23 der 41 Korbacher Treffer erzielten.

Beide Teams sind nicht unbedingt für ihre gute Deckungsarbeit bekannt und suchen ihr Heil lieber in der Offensive. Hier zeigten sich die Bartenwetzer variabler. „Wir haben gezeigt, dass wir im Angriff nicht nur von Schanze und Merlin Kothe abhängig sind“, sagt Sperl. Der MT-Übungsleiter bangt allerdings um den Einsatz seines Torhüters Fabian Meyfarth (privat verhindert). Zudem müssen die Bartenwetzer auf die Unterstützung der MT-Trommler verzichten, die mit dem Bundesligateam zum EHF-Cup-Spiel nach Dänemark gereist sind. Die Gastgeber treten in Bestbesetzung an. (mgx)

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