Landesliga: Gerüchteküche bei Melsungen II brodelt nach dem 38:32-Sieg in Korbach

MT und die offenen Fragen

Riesenjubel nach dem Abpfiff: Die Melsunger (von links nach rechts) Björn Kramer, Jonas Pitz, Tim Ploch, Matthias Kienast, Merlin Kothe, Marcel Dietrich und Lukas Franz bejubeln den 38:32-Erfolg ihres Teams im Spitzenspiel gegen Korbach. Foto: Spitzkopf

Melsungen. Nach dem 38:32-Sieg in Korbach kann die MT Melsungen II für die Handball-Oberliga planen. Zu konstant agiert die Mannschaft in dieser Saison. 26:0-Punkte holte die Bundesliga-Reserve aus den vergangenen 13 Spielen. Doch sind noch einige personelle Fragen klären. Ein Überblick:

Die Frage nach dem Trainer: „Bei mir ist noch alles offen“, sagt MT-Coach Andre Sperl. Manager Alexander Fölker bestätigte, dass mit verschiedenen Trainern gesprochen wurde, darunter sei auch Baunatals Coach Markus Berchten gewesen. Gut möglich aber, dass Sperl weitermacht. Aufgrund eines dann erhöhten Trainingsaufwandes könnte er aber einen Partner an die Seite gestellt bekommen. Der Sead Kurtagic heißen könnte. Der 37-jährige trainiert bereits die A-Jugend.

Die Frage nach den Neuzugängen: Zwei neue Spieler haben schon Verträge unterschrieben, allerdings bei der ersten Mannschaft. Es handelt sich dabei nach Informationen unserer Zeitung um Torwart Maurice Paske (19) und Cornelius Feuring (18). Die beiden Talente spielen derzeit noch beim Zweitligisten GSV Eintracht Baunatal. Zuletzt wurden auch die Baunataler Christian Schade, Felix Gessner und Dennis Weinrich mit einem Wechsel zur Bundesliga-Reserve in Verbindung gebracht.

Die Frage nach den Talenten: Zu den größten Talenten im Kader der MT Melsungen II zählen zweifelsohne Merlin Kothe (19) und Jannis Kothe (19). Beiden Rückraumspielern soll ebenso wie Rechtsaußen Mark Petersen ein Angebote von Eintracht Baunatal vorliegen. Fölker schränkt ein: „Die beiden Kothes stehen hier bis 2016 unter Vertrag.“ Merlin Kothe wollte sich zu den Gerüchten nicht äußern („Dazu gibt es von mir keinen Kommentar.“) Sollte der Oberliga-Aufstieg gelingen, dürften beide Akteure aber auch im nächsten Jahr das Trikot der Bartenwetzer tragen.

Die Frage nach dem Kreisläufer: Petr Hruby war der entscheidende Faktor im Spiel gegen Korbach. Der beste Kreisläufer der Liga soll diese Rolle auch in der Oberliga ausfüllen. Aber ob er bleibt? „Zu 80 Prozent schon“, sagt Hruby auf Nachfrage und führt aus: „Melsungen ist mein Lieblingsverein.“ Als Back-Up für den Tschechen könnte der 17-jährige Johannes Golla fungieren. Er wechselt aus Wiesbaden zur Melsunger A-Jugend. Ob er zur Verfügung steht, wird aber sicher auch von der Ligazugehörigkeit der A-Jugend abhängen.

Die Frage nach der Oberligatauglichkeit: Grundlage des Melsunger Erfolges war weniger eine starke spielerische Überlegenheit. Vielmehr profitierten die Bartenwetzer von der individuellen Stärke von Mario Schanze, Petr Hruby und Merlin Kothe. Auch am Wochenende war die Achse Schanze-Hruby entscheidend. Für die Oberliga brauchen beide jedoch mehr Unterstützung. Was der MT noch fehlt, ist ein ein Spielmacher. Der 19-jährige Janik Lanatowitz zeigt zwar vielversprechende Ansätze. Um in Hessens höchster Spielklasse zu bestehen, muss das Talent aber körperlich zulegen.

Von Daniel Schneider und Marcel Glaser

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