Landesliga-Derby: Merlin Kothe trifft 15 Mal und sichert der MT Melsungen II den 36:27-Derbyerfolg

Ost-Mosheim bricht am Ende ein

Durchgesetzt: Ost-Mosheims Kreisläufer Stefan Harbusch (am Ball) lässt hier die Melsunger Mario Schanze, Merlin Kothe und Matthias Kienast (von links nach rechts) stehen und erzielt einen seiner vier Treffer. Am Ende mussten sich die Hochländer dem Favoriten aus Melsungen jedoch geschlagen geben. Foto: Hahn

Ostheim. Spannung, Tore und Dramatik. Das Landesliga-Derby zwischen dem TSV Ost-Mosheim und der MT Melsungen II hielt, was es versprach. Als Ostheims Torben Schröder nach einer starken Einzelaktion zum 24:23 traf (42.), lag eine Überraschung in der Luft. Doch dem TSV fehlte die Kraft, um die Partie bis zum Ende offen zuhalten. Und so setzte sich der Favorit - angetrieben von einem überragenden Merlin Kothe - letztendlich mit 36:27 (16:16) durch.

„Ich ziehe den Hut vor meinen Jungs“, sagte TSV-Coach Mario Lubadel, „wir haben aus unseren Möglichkeiten das Beste gemacht. Leider spiegelt das Endergebnis den Spielverlauf nicht wieder.“

Die Hochländer hatten aufopferungsvoll gekämpft und selbst das frühe Ausscheiden von Rückraumspieler Yannic Neurath (Knieverletzung) und einen 1:5-Rückstand kompensiert. Aufbauend auf einem starken Alexander Lubadel im Tor holte der TSV durch Philipp Bachmann, Schröder und den sicheren Siebenmeterschützen Oliver Eckhardt Tor um Tor auf. „Nach dem 4:1 dachten wohl einige meiner Spieler, es wird heute ganz einfach“, ärgerte sich MT-Coach Andre Sperl.

Beim 12:12 durch Sebastian Wicke (22.) war die Partie wieder offen, Schröder brachte den TSV kurz vor der Pause mit 16:15 erstmals in Führung. Nur MT-Torhüter Fabian Meyfarth und der überragende Merlin Kothe hielten die Bartenwetzer im Spiel.

Vor allem Kothe avancierte dank seiner individuellen Qualitäten zum Sieggarant. „Er hat einen Wahnsinnstag erwischt“, lobte MT-Coach Sperl den 15-fachen Torschützen. „Eine Manndeckung konnten wir gegen ihn nicht spielen, weil dies unser Deckungszentrum der Achse Mario Schanze/Petr Hruby geöffnet hätte und uns dazu die Kraft fehlte“, erklärte Ost-Mosheims Trainer.

Bis zum 24:23 durch Schröder war das Spiel noch offen, dann kassierten die Gastgeber drei umstrittene Zeitstrafen, die die MT durch Kothe, Hruby, Alexander Bärthel und Mark Petersen zum 27:24 nutzte. Stefan Harbusch und Daniel Kinnback konnten noch einmal auf 26:27 (50.) verkürzen, ehe die letzte Gegenwehr der Gastgeber erlosch. „Wir waren stehend K.o.“, bekannte Lubadel.

TSV: Lubadel (14 P.), Keim - Eckhardt 7/7, Neurath, Lalek, Wicke 3, König, Appelt 2, Kinnback 2, Barbura, Bachmann 5, Schröder 4, Harbusch 4.

MT II: Meyfarth (13 P.), Gröning, Dick - Schanze 3, Pitz, Hruby 4, M. Kothe 15/3, J. Kothe 1, Dietrich, Bärthel 6, Kienast 3, Brüne, Petersen 4, Ploch.

Von Marcel Glaser

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