Warum der Landesligist sein Spiel absagte

Ost/Mosheim hat kaum noch Spieler

Mario

Ostheim. „Ich hätte mit meinen 47 Jahren noch selber spielen müssen“, sagte Trainer Mario Lubadel. Was war passiert? Der Handball-Landesligist TSV Ost/Mosheim sagte sein Spiel in Alsfeld am Wochenende ab.

„Das ging am Samstag Schlag auf Schlag“, berichtete Lubadel. Björn König (Schüttelfrost), Jan Appelt (Muskelfaserriss) und Yannic Neurath (Kniebeschwerden) sagten kurzfristig ab. Das Problem: Die zweite Mannschaft war zu dem Zeitpunkt schon auf dem Weg zum Auswärtsspiel in Fulda (siehe Artikel unten). „In meiner Handballkarriere war es das erste Spiel, was ich kampflos verloren geben muste“, sagte Lubadel.

Die Verletzungsmisere zieht sich schon durch die gesamte Saison. Kürzlich fiel mit Sebastian Wicke und Sönke Elbeshausen der gesamte Mittelblock aus. Das Freitagstraining musste nach Schulterproblemen von Torwart Alexander Lubadel abgebrochen werden. Das Spiel in Alsfeld abzusagen, war für den Übungsleiter die letzte Möglichkeit. Er weiß: Noch einmal geht das nicht in der Landesliga. Ansonsten steht seine Mannschaft als erster Absteiger fest. Um eine Geldstrafe für den Nichtantritt wird der der Verein aber nicht herumkommen. „Ich hoffe, sie fällt nicht so hoch aus“, so Lubadel.

Die Konzentration gilt jetzt den nächsten zwei Wochen. Da kommt es zu den Kellerduellen gegen Hofgeismar und Zwehren. Trotz einer guten Rückrunde sind die Hochländer noch lange nicht gerettet. Lubadel: „Wenn Vellmar aus der Oberliga absteigt, gibt es aus der Landesliga vier Absteiger.“ Und Ost/Mosheim steht derzeit auf dem viertletzten Tabellenplatz.

Wenigstens kehrt jetzt wieder Spielmacher Nico Bachmann nach monatelanger Verletzungspause in den Kader zurück. Aber das reicht noch nicht, um eine spielfähige Mannschaft zu stellen. Doch Lubadel hat bereits eine Idee: „Ich werde wohl ein paar ältere Spieler reaktivieren.“ Namen wollte der umtriebige Coach aber noch keine nennen. Foto: Kasiewicz

Von Daniel Schneider

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