Für Neulinge Ost-/Mosheim und Körle/Guxhagen zählt nur der Klassenerhalt

MT II peilt Aufstieg an, OMO und Körle/Guxhagen spielen um Klassenerhalt

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Die neuen Melsunger Hoffnungsträger: (obere Reihe von links) Co-Trainer Gabor Langhans, Christopher Barth, Maximilian Pregler, Luca Hagemann, Laurien Goujard, (mittlere Reihe von links) Sebastian Bruns, Phillip Hartung, Lukas Frohmüller, Trainer Georgi Sviridenko, (unten von links) Lukas Dexling, Igor Schuldes, Marcel Dietrich und Vlad Auram.

Schwalm-Eder. Mit drei heimischen Männerteams geht die Handball-Landesliga Nord in die Saison. Eines will aufsteigen, zwei spielen um den Klassenerhalt.

Während bei den Aufsteigern TSV Ost-/Mosheim und MSG Körle/Guxhagen das Hauptaugenmerk auf den Klassenerhalt gerichtet ist, peilt die MT Melsungen II den Wiederaufstieg an.

TSV Ost-/Mosheim

Sie sind wieder da. Zwei Jahre nach dem bitteren Abstieg in die Bezirksoberliga, ist der TSV Ost-/Mosheim zurück in der Landesliga. „Die letzten zwei Jahre waren wirklich hart. Umso größer ist die Vorfreude und die Demut, mit der wir in die kommende Saison gehen“, erklärt TSV-Coach Mario Lubadel. Dabei hat die Sicherung des Klassenerhalts höchste Priorität. Mithelfen sollen die vier Neuzugänge Stephan Wicke, Jannis Balke (beide ESG Gensungen), Max Staubesand und Matthias Proll (beide TSV Wollrode).

Aufsteiger TSV Ost-/Mosheim und seine Neuzugänge: (oben von links) Dennis Wittig, Torsten Jutzi, Matthias Proll, Max Staubesand, Trainer Mario Lubadel, (sitzend von links) Konstantin Latza, Stephan Wicke und Jannis Balke. 

Als Glücksgriff bezeichnet Lubadel die Verpflichtung von Rückhalt Wicke, der zusammen mit Alexander Lubadel das Gespann im TSV-Kasten bilden wird: „Zwei sehr unterschiedliche Torhütertypen, die sich gut ergänzen.“ Proll und Balke werden in Rotation mit Routinier Uwe Findeisen den neuen Mittelblock der 6:0-Deckung bilden. Dabei gilt es Mark Imberger zu ersetzen, „dessen Weggang uns sehr schmerzt“. Ansonsten ist Lubadel mit dem Verlauf der Vorbereitung weitgehend zufrieden.

Im Kampf um die Meisterschaft rechnet er mit einem Vierkampf zwischen den Teams aus Wanfried, Großenlüder, Baunatal und Melsungen. Ansonsten könne jeder jeden schlagen. Entsprechend ist auch die eigene Zielsetzung: „Wir möchten gerne einen einstelligen Tabellenplatz erreichen.“ Zum Saisonstart fällt Rechtsaußen Jan-Uwe Berz aus, der wegen einer Meniskusverletzung voraussichtlich bis Ende November fehlen wird. Linkshänder Konstantin Latza muss aufgrund einer Fußverletzung etwa vier Wochen pausieren.

MSG Körle/Guxhagen 

Gekommen, um zu bleiben: Die MSG Körle/Guxhagen, die sich über die Relegation für die Landesliga qualifizierte, hat sich für die neue Saison den Liga-Verbleib als oberstes Ziel gesetzt. „Wir wollen uns endlich in der Landesliga etablieren,“ erklärt MSG-Coach Udo Horn nach einigen Kurzgastspieln in der Fünftklassigkeit in den letzten Jahren. Mit den Rückraumspielern Jan-Magnus Berninger (TSG Dittershausen), Matthias Kienast (MT Melsungen II) und Linksaußen Niklas Vaupel (Eschweger TSV) wurden drei landesliga-erfahrene Akteure verpflichtet, um dieses Ziel zu schaffen. Kienast und Berninger werden eine zentrale Rolle im MSG-Spiel übernehmen und den neuen Mittelblock der offensiv ausgerichteten 6:0-Deckung bilden: „Mit ihrer Erfahrung helfen sie unserem jungen Team extrem weiter.“

Arm in Arm: die MSG Körle/Guxhagen und ihre Neuen (hinten von links) Jan Magnus Beringer und Trainer Udo Horn sowie (vorne von links) Julian Ebert, Niklas Vaupel und Mathias Kienast.

Außen Vaupel begeistert seinen neuen Trainer durch seine gewaltige Sprungkraft. „Niklas ist ein sehr torgefährlicher Spieler, weil er sich auch aus kleinsten Lücken gute Wurfwinkel schaffen kann,“ lobt Horn den Neuzugang.

Direkt ins kalte Wasser geworfen wird der junge Torhüter Julian Ebert. Durch die Verletzung von Routinier Mark Zülch (Innenmeniskus) startet er als zweiter Torhüter hinter Jannik Lengemann in die Saison. Jannis Kothe erlitt im Vorbereitungsspiel gegen Oberligist ESG Gensungen/Felsberg einen Nasenbeinbruch und ist zum Saisonstart fraglich, Vaupel und Berninger sind angeschlagen. Trotz dieses Verletzungspechs fiebert die MSG dem Saisonstart entgegen. Und der Coach strahlt Zuversicht aus, glaubt an eine „gute Platzierung“, auch wenn die Liga im Vergleich zum letzten Jahr noch stärker geworden sei.

MT Melsungen II

Es soll direkt wieder nach oben gehen, der Abstieg der Melsunger Bundesliga-Reserve postwendend korrigiert werden. Allerdings mit einer neu formierten Mannschaft, nachdem fast alle Leistungsträger der letzten Saison den Oberliga-Absteiger verließen. Von Oberligist ESG Gensungen/Felsberg kehrte Rückraumspieler Maximilian Pregler zu seinem Stammverein zurück und wird zusammen mit Mittelmann Eugen Gisbrecht sowie Neuzugang Vlad-Alexandru Avram (HG Rosdorf-Grone) den Rückraum der Bartenwettzer bilden. Weiter wurde von Oberligist TV Jahn Duderstadt Rechtsaußen Igor Schuldes verpflichtet. Aus dem Oberliga-Team sind den Melsungern neben Gisbrecht noch Linksaußen Alexander Bärthel und Torhüter Fabian Meyfarth erhalten geblieben. Zudem wird das Team zusätzlich von Spielern aus dem A-Jugend-Bundesliga-Kader verstärkt.

Trotz der hohen Qualität im Kader weiß MT-Trainer Sviridenko um die Schwere der Aufgabe: „Es wird alles andere als ein Selbstläufer, wir hatten unser Team erst sehr spät in der Vorbereitung komplett zusammen und sind noch in der Findungsphase.“ Zudem gäbe es mit Wanfried und Großenlüder starke Konkurrenz um den Titel. Georgi Sviridenko erwartet daher einen engen Kampf um die Meisterschaft, bei dem jeder Ausrutscher letztlich entscheidend sein kann. Die Konsequenz: „Wir werden in jedem Spiel ans Limit gehen müssen, um unser Ziel zu erreichen.“

Von Moritz Minhöfer

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