TG Rotenburg mit Heimvorteil gegen Fuldatal-Wolfsanger

Einsatz fraglich: Auch Martin Denk ist nicht unbeschadet aus dem Großenlüder-Spiel gekommen. Durchaus möglich, dass er seiner TGR deshalb im Heimspiel gegen Fuldatal-Wolfsanger fehlen wird. Foto: Walger

Rotenburg. Es sieht aus wie eine Pflichtaufgabe, die im Vorbeigehen erledigt werden kann: Als stolzer Tabellenfünfter der Männer-Landesliga empfangen die Handballer der TG Rotenburg am Samstag um 17.30 Uhr den Vorletzten HSG Fuldatal-Wolfsanger.

In dieser Konstellation aber sieht TGR-Trainer Robert Nolte die große Gefahr, dass seine Mannschaft samt Anhängerschaft den Gegner unterschätzt. Das könnte sich leicht rächen.

Motivationskünstler

Nolte nennt gleich mehrere Punkte, warum er kein leichtes Spiel erwartet. Den neuen Trainer des Gegners zum Beispiel: Hazim Presic könne gerade junge Spieler sehr gut einstellen, von denen es einige gibt bei der HSG. Oder die Lage der Fuldataler: Sie kämpfen in Rotenburg fast schon um ihre letzte Chance auf den Klassenerhalt.

Der wichtigste Grund, aufzupassen, den Nolte warnend anführt, ist die angespannte personelle Lage der Rotenburger. Die war schon vor dem Auftritt am vergangenen Wochenende prekär. Die harte Gangart des Gegners Hainzell/Großenlüder hat die Situation weiter verschärft.

Nach einem groben Foul in den Schlusssekunden laboriert Jan-Oliver Holl nun an einer Schulterverletzung. Obwohl er zum Glück wohl nur eine schwere Prellung erlitten hat, tendieren seine Chancen auf einen Einsatz gegen null.

Moritz Gerlach wurde bei einem Tempogegenstoß attackiert, so berichtet Robert Nolte weiter, und knickte um. An den vielen blauen Flecken auf Christian Eimers Körper sei ebenfalls leicht abzulesen, welcher Gangart sich die Kontrahenten bedient hätten.

Auch Martin Denk ist nicht ungeschoren davongekommen. Er knallte auf den Rücken, was ein paar Wirbel in Mitleidenschaft zog. Hier muss noch abgewartet werden, ob ein Einsatz möglich ist.

Torwartfrage offen

Eher zuschauen wird erneut Keeper Florian Heni wegen seiner Schleimbeutelentzündung. Eventuell wird für ihn diesmal Christian Koch einspringen. Florian Schmidt, der Torwart der zweiten Mannschaft, hatte am Sonntag ausgeholfen und seine Sache sehr gut gemacht. Doch er würde sich im Landesliga- Team festspielen, wenn er auch gegen die Fuldataler zum Einsatz käme.

Auf den verletzten Phillip Debus muss die TGR ohnehin noch monatelang verzichten, auf Luca Teichmann nur an diesem Wochenende - damit ist die Liste der Ausfälle und Wackelkandidaten aber auch endlich geschlossen.

„Die Jungs beißen auf die Zähne“, weiß Robert Nolte. Er müsse nun irgendwie versuchen, trotzdem ein schlagkräftiges Team auf die Beine zu stellen. Eventuell wird sogar Jonggi Pasaribu, der Trainer der Waldhessen-Handballerinnen, in die Bresche springen.

„Wir brauchen im Moment die Unterstützung unserer Zuschauer“, wirbt Robert Nolte. Er hofft, dass sein Team den längeren Atem haben wird und in der Schlussphase den angestrebten Heimsieg einfahren kann. Was ihn dabei zuversichtlich stimmt: „Wenn wir den Ball haben, dann schaffen wir es, das Tempo zu bestimmen und auch mal Luft zu holen.“

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