Was war denn da los? Warum die Handball-Partie Baunatal gegen Landwehrhagen ausfiel

Plötzlich nur noch fünf Feldspieler

Erik Hogreve

Baunatal. Erik Hogreve hat schon eine Spielabsage wegen einer Bombendrohung erlebt, er war bei einem Spielabbruch dabei, weil ein Zuschauer einen Herzinfarkt bekommen hat. Aber das, was nun geschah, ist auch neu für den Trainer des Handball-Landesligisten HSG Baunatal gewesen. Die Partie zwischen seinem Team und Landwehrhagen, die am Sonntag ab 17 Uhr hätte stattfinden sollen, ist kurzzeitig verlegt worden – aus Mangel an Spielern. Was war denn da los?

Hogreve fielen zwei Langzeitverletzte aus, ein Spieler sagte berufsbedingt seine Teilnahme ab – und dann setzte die Grippewelle ein. Am Sonntagmorgen standen Hogreve zwei Torhüter und sechs Feldspieler zur Verfügung – bis sich Martin Reinbold meldete und krankheitsbedingt passen musste. Da waren es nur noch fünf Feldspieler. Zu wenige.

Der Trainer besprach sich mit Verantwortlichen des Vereins. Alle zusammen trafen den Entschluss, das Spiel abzusagen. Pressesprecher Uwe Oschmann rief schließlich bei Landwehrhagens Trainer Sven Hinz an und bat um eine Verlegung. Hinz willigte prompt ein – obwohl sein Team noch Punkte im Kampf gegen den Abstieg benötigt. „Das war eine ganz, ganz faire Geste, die ich ihm sehr hoch anrechne“, sagt Oschmann.

Er benachrichtigte am späten Vormittag letztlich den Klassenleiter, der ebenfalls einer Verlegung zustimmte. Bedingung: Beide Vereine sollten sich bis 14.30 Uhr auf einen neuen Termin verständigen – ansonsten würde das Spiel für Landwehrhagen gewertet. Um 12.15 Uhr stand der Ausweichtermin fest. Gespielt wird nun am 2. Mai. Bis dahin sollten die Baunataler wieder genügend Spieler beisammen haben.

Von Florian Hagemann

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