Robert Nolte ist ein Fan von Fynn reinhardt

Nicht aufzuhalten: Hersfelds Andreas Krause tankt sich gegen den Rotenburger Nils Gerlich durch. Foto: Eyert

Bad Hersfeld. Der Titelkampf in der Handball-Landesliga Nord bleibt weiter spannend.

Nur ein Tag blieb der TV Hersfeld nach dem 31:26-Erfolg im Derby gegen die TG Rotenburg Tabellenführer. Am Sonntagabend übernahm die Bundesliga-Reserve der TG Melsungen durch einen 33:30-Erfolg gegen den Vierten Fuldatal-Wolfsanger wieder die Spitze.

Von den beiden Derbygegnern vom Samstag hat die TG Rotenburg am Wochenende die schwierigere Aufgabe. Sie muss nach Melsungen reisen, während der TVH Schlusslicht Wehlheiden empfängt.

Nach dem Schlusspiff entspann sich ein kleines Streitgespräch zwischen Hersfelds Kai Hüter und Rotenburgs Robert Nolte. Den Keeper ärgerte die Aussage des gegnerischen Coaches im Vorfeld, dass die TGR beim TVH der große Außenseiter gewesen sei: „Sie haben uns heute vor große Probleme gestellt, obwohl sie nach Noltes Aussage stark ersatzgeschwächt waren. Auch wenn Spieler fehlen, Rotenburg hat das Zeug, mehr zu machen. Wir haben heute nicht gegen irgendein Team gespielt, sondern gegen den Fünften der Liga. Sie haben gespielt, was sie können. Lange Angriffe - und dann sind sie konsequent auf die Lücken gegangen und haben das Ding irgendwann reingemogelt. Das ist schon mehr, als einen Außenseiter ausmacht.“

Insbesondere Marcus Einhorn stellte die TVH-Deckung in Hälfte zwei vor einige Probleme. Mit zwei Glanzparaden gegen den TGR-Außenspieler war Hüter in Hälfte zwei einer der Matchwinner.

Nolte erkannte zum Schluss die Niederlage an: „Hersfeld war klar besser.“ Der TGR-Coach bewunderte vor allem Fynn Reinhardt. „Er ist der geilste Spieler beim TVH. Er kommt rein, und obwohl er zuvor schon ein Spiel absolviert hat, macht er seine Sache sehr gut.“

Reinhardt hatte zuvor in der A-Jugend in Hanau gespielt, war ohne sich umzuziehen gleich nach Bad Hersfeld gefahren, wo er erst eine Viertelstunde nach Anpfiff in die Halle kam. In der zweiten Halbzeit warfen er und auch Mark Petersen wichtige Tore.

Von Hartmut Wenzel

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