TG Rotenburg empfängt mit der SVH Kassel gefährlichen Gegner

Er präsentiert sich zurzeit in guter Form: Daniel Holl sorgt aus dem linken Rückraum für Torgefahr beim Gegner. Das wird auch morgen gegen die SVH nötig sein, wenn es mit dem ersten Heimsieg der TG Rotenburg etwas werden soll. Foto: Walger

Rotenburg. Als Kellerkind reist die SVH Kassel am Samstag bei den Landesliga-Handballern der TG Rotenburg an. Doch Vorsicht, denn eigentlich gilt der Oberliga-Absteiger als Spitzenteam.

Zwei Niederlagen hat die SVH bisher kassiert. Gegen den TSV Vellmar gab es in eigener Halle ein klares 23:35, beim Hünfelder SV ein 29:33. „Vellmar ist eine Klasse für sich“, stellt TGR-Trainer Uwe Mäusgeier dazu fest. „Aber von den Einzelspielern der SVH her kann es eigentlich gar nicht sein, dass sie in Hünfeld verlieren. Die hätten bestimmt nicht gedacht, dass sie nach zwei Spielen Vorletzter sein könnten.“

Deshalb ist davon auszugehen, dass die Harleshäuser morgen in Rotenburg Vollgas geben werden, um den Fehlstart schnell zu korrigieren. Und das geht nur mit einem Sieg bei der TGR.

Die peilt aber ihrerseits ihren ersten Heimerfolg an, denn sie will auch in dieser Saison zu ihrer bekannten Heimstärke finden. „Es ist schade, dass es für uns zum Auftakt gegen Großenlüder/Hainzell nicht nach Wunsch gelaufen ist, aber in Alsfeld hatten wir eine deutliche Steigerung zu verzeichnen“, sagt Mäusgeier. Und da gab es ja dann auch die ersten beiden Zähler für die TGR.

Verzichten müssen die Rotenburger weiterhin auf Boze Balic. Er ist am Montag mit dem Bus in seine Heimat Kroatien gefahren, um sich dort untersuchen zu lassen. Es lässt sich nur per MRT feststellen, ob seine schmerzende Achillessehne gereizt oder angerissen ist. In Deutschland hätte er länger als einen Monat auf einen entsprechenden Termin warten müssen, in Kroatien soll er schon in dieser Woche in die Röhre geschoben werden.

Längere Zwangspause droht

„Für uns ist es wichtig, zu wissen, was er hat“, erklärt der Coach. Wenn eine Reizung vorliegt, dann könne er entsprechend behandelt werden und wohl bald wieder spielen. Im Falle eines Anrisses dürfte der wichtige Rückraumspieler seinem Team aber zwei Monate fehlen.

Zum Glück ist aber Daniel Holl fit und in guter Form, sodass bisher keine Lücke auf der halblinken Position klafft; zumal auch Linksaußen Simon Golkowski dort aushelfen kann. Auf „Golle“ wartet ja auch die anspruchsvolle und kräftezehrende Rolle als Einser vor der Abwehrreihe. Er muss versuchen, den starken Rückraum der SVH nachhaltig zu stören. Denn der ist mit Gribner, Cermak und Sellemann nicht nur nach Ansicht Uwe Mäusgeiers hochkarätig besetzt.

Im Team aus Kassel stehen aber auch einige unerfahrene 18- bis 20-Jährige. Deshalb sagte SVH-Trainer Iljo Duketis auch schon vor der Saison: „Es wäre utopisch, den direkten Wiederaufstieg in Angriff zu nehmen. Die Mannschaft hat Potenzial, braucht aber Zeit zur Entwicklung.“

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