TG Rotenburg empfängt den Tabellendritten HSG Baunatal

„Ein Wahnsinniger mit klarem Kopf“: Sascha Kurzrock kehrt am Samstag als Baunataler Torwart in die Rotenburger Großsporthalle zurück. Diese Szene stammt aus seinem letzten Spiel für die TGR im Jahre 2002. Foto: Walger

Rotenburg. Nach ihrem doch eher locker erzielten Erfolg bei der HSG Zwehren/Kassel empfangen die Landesliga-Handballer der TG Rotenburg am Samstag um 17.30 Uhr in ihrer Großsporthalle die HSG Baunatal. „Das ist ein ganz anderes Kaliber, sagt TGR-Trainer Robert Nolte.

Angriff und Deckung dürften viel stärker gefordert werden. „Die Baunataler spielen eine ganz unangenehme 5:1-Deckung mit Martin Reinbold als Vorgezogenem. Um zu den nötigen Toren zu kommen, wird es einer geschickten Spielführung bedürfen. Zu dieser gehören auch Rhythmuswechsel. Neben zügig vorgetragenen Angriffen darf es offensiv gegen Baunatal durchaus auch mal gemächlicher zugehen. Denn wie sagte doch HSG-Spieler Tobias Oschmann kürzlich: „Wir sind in der Deckung immer sehr unaufmerksam, wenn der Gegner sehr langsam im Spielaufbau agiert.“

Denn die HSG Baunatal liebt es eigentlich schnell. Das Team lebe von seiner hohen Geschwindigkeit, lauere stets auf Gelegenheiten zum Kontern, sagt Robert Nolte. Zu einer wilden Hasenjagd will er die Partie aber nicht werden lassen.

Und er ist optimistisch, dafür auch das richtige Personal zur Verfügung zu haben: „Wir haben mit Martin Denk und Moritz Gerlach zwei sehr, sehr gute Mittelleute.“ Die werden gefordert sein, die Vorstellung ihres Trainers umzusetzen, die da lautet: „Wir müssen versuchen, selbst zu bestimmen, welches Tempo gespielt wird.“

Auch seine Deckung, sagt Robert Nolte, werde am Samstag vor andere Aufgaben gestellt werden als in Oberzwehren. „Von den Außen und aus dem Rückraum kam von Zwehren wenig. Wir müssen aufpassen, dieses Spiel nicht zum Maßstab zu nehmen“, warnt er, „da werden wir ganz anders arbeiten müssen.“

Eine spezielle Qualität

Durch einen Sieg könnten die Rotenburger ihren Gast nach Minuspunkten überflügeln. „Damit das gelingt, müsste aber bei uns alles passen“, sagt Robert Nolte. Er lässt sich nicht davon blenden, dass der Kontrahent zuletzt dreimal in Folge mit nur einem Tor Differenz gewonnen hat. „Ein schwaches Spiel dann noch für sich zu entscheiden, ist auch eine Qualität“, sagt er und ergänzt: „Die Baunataler sind mit einem neuen Trainer in die Saison gegangen, der viele neue Spieler integrieren musste. Ich erwarte, dass die weiterhin vorne mitmischen werden.“

HSG-Trainer Erik Hoegreve kennt Nolte noch aus gemeinsamen Göttinger Zeiten. Ein Torhüter der Baunataler ist nicht nur dem Trainer der Rotenburger Handballer, sondern auch deren Anhängern bestens bekannt: Sascha Kurzrock, TGR-Urgestein und der alten Heimat über den FC Lommel noch eng verbunden.

Als sein Name fällt, sprudeln die Worte aus Robert Nolte nur so heraus: „Sascha ist eine lebende Legende, ein Wahnsinniger mit klarem Kopf. Er ist einer meiner Lieblingsspieler.“ Noch immer hält er Kontakt zum früheren Schützling. Der kann am Samstag vertieft werden.

Von Thomas Walger

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