TG Rotenburg empfängt mit Twistetal jung-dynamischen Aufsteiger

Als Spielmacher gefragt: Neuzugang Jendrik Janotta, hier beim Wurf, soll im Wechsel mit Martin Harbusch im Rückraum der TG Rotenburg die Fäden ziehen. Foto: Walger

Rotenburg. Die Landesliga-Handballer der TG Rotenburg haben am Samstag ab 17.30 Uhr die Chance, durch einen Sieg im Heimspiel gegen Aufsteiger HSG Twistetal ihr Punktekonto auf 9:7 aufzustocken und erstmals in dieser Saison positiv zu gestalten.

Die Gäste aus dem Waldeckischen haben eine Partie weniger absolviert und 6:6 Zähler auf ihrem Konto stehen. Ihre Spielgemeinschaft setzt sich aus den Vereinen TSV Twiste, TV Mühlhausen und TSV Berndorf zusammen.

Das Twistetaler Team ist bestens eingespielt. Nur André Krouhs aus der eigenen Jugend und Joshua Sturm, der vom Nachbarn TSV Korbach kam, mussten integriert werden. Als einziger Abgang wird Robin Behle geführt, der sich in die dritte Vertretung seiner HSG zurückgezogen hat.

TGR-Trainer Robert Nolte, der seinen Twistetaler Kollegen Dirk Wetekam schon seit gemeinsamen Jugendzeiten kennt, warnt vor dem kommenden Gegner: „Dirk Wetekam hat eine junge, auch körperlich starke, schnelle, agile Mannschaft herangebildet. Ihre Ergebnisse sprechen für sich.“

Ausrufezeichen gesetzt

Bei der knappen Niederlage bei Tabellenführer TV Hersfeld hatte der Neuling schon gezeigt, zu welcher Leistung er auch auswärts imstande ist. In Eschwege bestätigte er das durch einen souveränen 30:22-Sieg. Die TSG Dittershausen bekam dann in Korbach von den Twistetalern eine kostenlose Lehrstunde erteilt und unterlag 25:35.

Nicht ganz ins Bild passt für Robert Nolte deshalb die jüngste 22:29-Heimniederlage der Twistetaler gegen Fuldatal/Wolfsanger. „Es ist ungewöhnlich, dass sie in eigener Halle nur 22 Tore geworfen haben“, sagt er. Die Gastgeber fanden zu keinem Zeitpunkt ins Spiel. Vielleicht lag das ja auch am Fehlen des torgefährlichen Regisseurs Nico Isenberg, der sich für ein paar Wochen beruflich im Ausland aufhält. Auch in Rotenburg muss er ersetzt werden.

Die weitaus größeren personellen Probleme hat allerdings die TGR. Neben den beiden langzeitverletzten Torhütern Tomas Pankiewicz und Florian Schmidt wird auch Abwehrspezialist Christian Eimer weiterhin fehlen. Er trainiere zwar schon wieder mit, brauche nach seinen schweren Gesichtsverletzungen aber noch Zeit, berichtet sein Trainer.

An einen Einsatz des an der Schulter verletzten Kreisläufers Jan-Oliver Holl sei ebenfalls nicht zu denken. Zu allem Überfluss hatte sich der junge Rechtsaußen Nils Gerlich in Großenlüder auch noch eine Kapselblessur an der Wurfhand zugezogen. „Er kann momentan keine Kraft auf den Ball bringen“, sagt Robert Nolte, der trotz allem einen Heimsieg gegen die wurfgewaltigen Twistetaler anpeilt.

Aus dem linken Rückraum droht seiner TGR in Person von Heinrich Wachs die größte Gefahr. Er hat es in den bisherigen sechs Saisonspielen schon auf 37 Feldtore gebracht. „Aber was unsere Abwehr angeht, sind wir guter Dinge“, sagt Robert Nolte.

Hurra-Handball geht nicht

Was die Offensive betrifft, sagt er: „Ich würde uns gern mehr Hurra-Handball spielen lassen. Aber in unserer personellen Situation müssen wir mit den Kräften haushalten.“ Das ist zuletzt beim 31:30-Sieg bei der TG Wehlheiden ja auch gut gelungen.

Von Thomas Walger

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