TG Rotenburg empfängt wurfgewaltigen Spitzenreiter MT Melsungen II

Endlich wieder frei von Beschwerden: Rotenburgs Rückraumschütze Boze Balic hat seine Hüftprellung und Leistenzerrung überwunden. Trotz dieser Blessuren zählte er zuletzt regelmäßig zu den stärksten Rotenburgern. Foto: Walger

Rotenburg. Für die Anhänger der TG Rotenburg steht ein Festtag an: Denn der heimische Handball-Landesligist empfängt am Samstag um 17.30 Uhr in der Großsporthalle die MT Melsungen II.

Der Dauerrivale, mit dem sich die TGR in den vergangenen Jahren unvergessene Duelle geliefert hat, reist diesmal als Favorit beim Tabellensechsten an. Der Spitzenreiter darf sich allerdings keine Blöße leisten, denn der TSV Korbach sitzt ihm im Nacken. Auch der TV Alsfeld darf noch auf den Aufstieg hoffen. Und gegen beide Klubs müssen die Melsunger noch ran.

Ein Blick auf die Statistik macht deutlich, wo die Stärke der MT-Reserve liegt: 625:492 lautet ihr Torverhältnis - zwei sehr hohe Zahlen also. Soll heißen: Im Angriff super, in der Abwehr nicht unverwundbar.

„Melsungen ist eine Tormaschine“, sagt TGR-Coach Uwe Mäusgeier. „Wenn wir die im Bereich von 30 Toren halten, dann haben wir eine Chance.“ Im Hinspiel Ende Oktober gelang das nicht ganz. Da haben sich die Rotenburger überrennen lassen und mit 25:34 verloren - es war ihre erste Saisonniederlage.

Die beiden TGR-Trainer Uwe Mäusgeier und Robert Nolte haben die MT II am vergangenen Sonntag bei ihrem 36:17-Kantersieg gegen den VfL Wanfried beobachtet. „Erste Welle, zweite Welle, schnelle Mitte - da kommt einiges auf uns zu“, sagt Uwe Mäusgeier, „wir werden uns ganz schön beeilen müssen, vorwärts wie rückwärts.“

Keine Zeit geben

Denn wenn der Melsunger Abwehrblock mit den beiden Kothes, Schanze und Hruby Zeit bekommt, sich zu formieren, wird es schwer für die TGR-Angreifer, eine Lücke zu finden.

Der Vorteil der Gastgeber: Sie können ganz locker aufspielen. „Wir haben uns nach hinten Luft verschafft“, sagt Uwe Mäusgeier, „und vielleicht können wir gegen Melsungen zu Hause im Titelkampf zum Zünglein an der Waage werden. Aber es wird ein sehr, sehr schweres Spiel.“

Personell hat sich die Lage bei den Rotenburgern ein wenig entspannt. Boze Balic hat keine Leistenbeschwerden mehr, Jan-Oliver Holl hat seine Schulterverletzung auskuriert. Luca Teichmann steht wieder zur Verfügung. Daniel Holl war zuletzt frei von Blessuren und spielte entsprechend stark auf. Wenn Martin Denk es schafft, seine Erkältung bis zum Samstag auszukurieren, dann wird der TGR wohl nur der Langzeitverletzte Phillip Debus fehlen.

Von Thomas Walger

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