TG Rotenburg erwartet den souveränen Tabellenführer TSV Vellmar

Hart erarbeitete Treffer: Hier vollstreckt Jan-Oliver Holl für die Rotenburger im Spiel gegen die SVH Kassel. Gegen Vellmar wird die Aufgabe noch einmal schwieriger werden. Foto: Walger

Rotenburg. Die mit Abstand stärkste Mannschaft der Liga kommt - so sieht es Robert Nolte, Trainer des Handball-Landesligisten TG Rotenburg.

Am Samstag ab 17.30 Uhr gastiert Tabellenführer TSV Vellmar in der Rotenburger Großsporthalle. Und Nolte meint augenzwinkernd: „Sicherlich unser einfachstes Saisonspiel.“

2:6 Punkte haben die Rotenburger aus den ersten vier Spielen gesammelt - damit ist das Trainerduo Nolte/Uwe Mäusgeier nicht zufrieden. „Gegen Großenlüder haben wir das Spiel aus der Hand gegeben, in Hünfeld uns selbst geschlagen“, nennt Nolte die beiden Niederlagen, die am meisten schmerzen. Er verfällt aber auch keinesfalls in Panik: „Es ist noch nicht viel passiert. Außerdem wussten wir, dass die Liga bärenstark ist.“

Was der Gast aus Vellmar zu bieten hat, bringt der Coach auf den Punkt: „Eine schnelle, technisch sehr starke Mannschaft. Nach dem Abstieg aus der Oberliga hat der TSV sich sogar noch einmal verstärkt.“ Die Klasse der Nordhessen bekamen bis jetzt alle ihre Gegner zu spüren. 17 Tore Vorsprung gegen Alsfeld, zwölf bei Mitabsteiger SVH, zwölf gegen Hünfeld und 14 in Eschwege - bis jetzt kam dem Primus niemand auch nur annähernd ins Gehege.

Robert Nolte kennt einen Grund dafür: den mächtigen Rückraum der Vellmarer. „Damit machen sie viele einfache Tore aus der Distanz, und das entlastet natürlich die ganze Mannschaft.“ Er zieht Vergleiche zum eigenen Team: „Solche Leute haben wir nicht, wir müssen uns daher unsere Tore viel härter erarbeiten.“

Weiter ohne Boze Balic

Auch die personelle Situation der TGR ist nicht ideal: Schon seit Längerem fehlt der verletzte Spielgestalter Boze Balic. Sein Bruder Tomislav ist am Knie verletzt. Torwart Tomas Pankiewicz kann derzeit aus beruflichen Gründen gar nicht trainieren, sein Vertreter Florian Schmidt fällt, ebenfalls mit einer Knieblessur, lange aus, sodass der junge Tizian Pontow auf der Bank Platz nimmt. Und allzu viele Akteure aus der Reserve möchten Nolte und Mäusgeier nicht in den Kader holen, damit diese sich nicht festspielen.

So bemüht der Trainer einen Spruch fürs Phrasenschwein: „Auch dieses Spiel muss erst gespielt werden! Und die weiße Fahne werden wir garantiert nicht einfach hissen. Die Zuschauer bekommen ein schönes, schnelles Spiel zu sehen.“

Allerdings legt sich Nolte zumindest für das Ende der Saison fest: „Ich gehe davon aus, dass Vellmar souverän Meister wird.“

Von Rainer Henkel

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