TG Rotenburg fährt zum spielstarken Hünfelder SV

Muss versuchen, auch ohne Training den Kasten der TG Rotenburg in Hünfeld sauber zu halten: Torwart Tomas Pankiewicz, der beruflich zurzeit stark gefordert ist. Foto: WAlger

Rotenburg. Die Landesliga-Handballer der TG Rotenburg stehen wie ihr Gegner schon vor einer kleinen Weichenstellung. Sie treten am Sonntag um 17 Uhr beim Hünfelder SV an.

Beide Teams weisen 2:4 Punkte auf. Und so stellt sich die Frage: Wo wird in den kommenden Wochen die Reise hingehen - Richtung Mittelfeld oder Tabellenkeller?

Personelle Sorgen haben die Trainer beider Kontrahenten. Die Hünfelder müssen auf die Langzeitverletzten Felix Kircher und Alexander Jahn verzichten. Am vergangenen Wochenende fehlten zudem Tobias Abel wegen des Verdachts auf Bänderriss im Fuß und Sebastian Müller, in dessen Wade eine Ader geplatzt war. Doch obwohl der Kader auf acht Feldspieler plus einem A-Jugendlichen geschrumpft war, bot der HSV dem Titelfavoriten TSV Vellmar in dessen Halle in Halbzeit eins Paroli wie bisher noch kein anderes Team.

„In der Hünfelder Mannschaft ist es ähnlich wie in unserer“, sagt TGR-Trainer Robert Nolte, „die haben ebenfalls keine feste Sechs, mit der sie immer beginnen. Die wechseln auch viel. Sie können das, wie wir auch, ohne Qualitätsverlust tun.“ Und wie die Rotenburger können sie das Tempo hochhalten und erfolgreich kontern.

Die TGR hat am Dienstag im Training die knappe Heimniederlage gegen die SVH Kassel aufgearbeitet. „Wir sind auf den gemeinsamen Nenner gekommen, dass die positiven Momente am Samstag überwogen haben“, sagt Robert Nolte, „im ersten Heimspiel hatten wir am Ende abgebaut, diesmal sind wir in der Schlussphase zurückgekommen. In der Deckung haben wir ein positives Gesicht gezeigt, und das ist eine Willensfrage - die Mannschaft lebt.“

Im Tor drückt der Schuh

Aber vom Reden allein löse man keine Probleme, stellt der Coach fest und räumt ein: „Wir haben zurzeit ein paar Baustellen.“ Auf der Torwartposition drückt ihn der Schuh am heftigsten. Das wirkt sich auch auf das Training aus.

Florian Schmidt, der so gut eingeschlagen hat, verdrehte sich gegen die SVH das Knie und geht auf Krücken. „Er hat am 19. Oktober einen MRT-Termin. Ich fürchte, dass der Meniskus beschädigt ist. Es wäre schön, wenn ich mich irren würde“, sagt Robert Nolte.

Der Platzhirsch im Kasten, Tomas Pankiewicz, ist beruflich in diesem Monat sehr stark in München eingespannt und nur bei den Spielen da. Jan Schuster, der starke Keeper der TGR II, hat sich den Fuß verdreht, allerdings wohl nicht allzu schlimm. Und Christian Koch wohnt inzwischen in Mainz und hat auch wenig bis keine Zeit für Handball.

Positive Kunde gibt es dagegen aus Kroatien. Das MRT bei Rückraumspieler Boze Balic hat ergeben, dass die Achillessehne nicht angerissen, sondern nur stark entzündet ist. Er wird jetzt in seiner Heimat von einem Physiotherapeuten behandelt, bei dem kroatische Spitzensportler ein- und ausgehen. „Er ist dort in guten Händen“, sagt Robert Nolte, der ihn vielleicht schon in der kommenden Woche zurückerwartet.

Aber in Hünfeld wird Boze Balic am Sonntag definitiv fehlen. „Das wird eine große Aufgabe für uns“, ahnt Robert Nolte. Und eben keine ganz unwichtige Weichenstellung.

Von Thomas Walger

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