TG Rotenburg gegen TV Hersfeld - eine Gegenüberstellung

Der Trainer und ein Hoffnungsträger: Rotenburgs Coach Robert Nolte (rechts) und Boze Balic, auf dessen Rückkehr man bei der TGR hofft, nach dem Sieg gegen Hünfeld. Foto: Henkel

Bad Hersfeld/Rotenburg. Es ist das letzte verbliebene Handball-Kreisderby in der Landesliga: Die TG Rotenburg empfängt am Samstag ab 17.30 Uhr in der heimischen Großsporthalle den TV Hersfeld.

Die Zuschauer erwartet das Duell des Tabellennsechsten gegen den Fünften. Eine Gegenüberstellung zweier auf dem Papier fast gleich starker Teams.

Die Tabellensituation: Der TVH ist Fünfter und ist bei 32:14 Zählern fünf Minuspunkte besser platziert als die TGR (25:19), die ein Spiel weniger absolviert hat.

Das Hinspiel: „Lustig, lustig, trallalalala, heut’ war Hersfeld mit dem Hammer da“ - das sangen die TVH-Fans am Nikolaustag 2014 beim Hinspiel. 27:20 (13:8) für den TVH lautete das Resultat. Der Hersfelder Rückraum spielte stark auf - ansonsten war es eine eher durchschnittliche Partie.

Die Stärken des anderen: „Rotenburg hat eine gute Abwehr und ist stark im schnellen Spiel nach vorn“, weiß TVH-Trainer Dragos Negovan um die Stärken der Gastgeber. „Außerdem ist die Mannschaft im Positionsangriff erfahren und wartet geduldig auf ihre Chance.“ Für TGR-Coach Robert Nolte sind der Hersfelder Rückraum um Kemmerzell, Matthiessen und Andreas Krause sowie Torwart Kai Hüter die Trümpfe. Bei Letzterem lehnt sich Nolte weit aus dem Fenster: „Er ist mit Abstand der beste Keeper der Liga. Die Abwehr braucht kaum rauszukommen - die Spieler wissen: Was aus zehn Metern auf den Kasten kommt, greift sich Kai.“

Die Schwächen des anderen: „Man darf die TGR keine einfachen Tore machen lassen“, sagt Negovan. Das unterbanden die Hersfelder im Hinspiel erfolgreich - die TGR warf ganze 20 Tore. Umgekehrt weiß Robert Nolte: „Schnelle Bälle sind ein gutes Mittel, wenn die Hersfelder noch nicht in Position stehen.“ Und dass die Personaldecke beim TVH hinter der ersten Sechs etwas dünn ist, ist ein altbekanntes Problem. Nolte sagt aber auch: „Da kommen junge Leute nach, das sieht gut aus.“

Das Saisonziel: „Es geht schon noch um ein bisschen was“, sagt Dragos Negovan. „Wir wollen noch einen Platz in der Tabelle gutmachen - dazu müssen wir alle Spiele gewinnen.“ Sein Gegenüber übt sich in Understatement. „Wir sind sehr positiv gestimmt, weil wir uns aus dem Abstiegskampf raushalten konnten. Jetzt wollen wir unter die ersten fünf.“

Die Personalsituation: Beim TVH kehrt Niklas Hampe zurück, Lars Keller dagegen fehlt weiterhin. Die TGR hofft auf die Rückkehr von Boze Balic. Auch Daniel Holl (tief sitzende Muskelverletzung) und Torwart Tomas Pankiewicz (Knieblessur) sind fraglich.

Das tippen die Trainer: „Ich gebe grundsätzlich keine Tipps ab“, wehrt Negovan ab. Aber: „Eng ist es. Es kommt auf die Tagesform von Einzelspielern an.“ Robert Nolte lässt sich etwas mehr aus der Reserve locken: „Wenn wir das Spiel bis zur 40. Minute offen halten, dann haben wir eine Siegchance.“ Und er ist überzeugt: „Das wird ein richtig knackiges, packendes Derby.“

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