TG Rotenburg lässt der SVH Kassel beim 34:27 keine Chance

Konzentration II: TGR-Torwart Tomas Pankiewicz bot eine starke Vorstellung. Foto: Henkel

Von Rainer Henkel Rotenburg. Das war deutlich: Handball-Landesligist TG Rotenburg hat in einem jederzeit überlegen geführten Spiel die Gäste von der SVH Kassel mit 34:27 (20:10) in die Schranken gewiesen.

Schon zur Pause war die Begegnung entschieden; auch nach dem Seitenwechsel kam der Tabellenletzte aus Harleshausen nie näher als auf sechs Tore an die Rotenburger heran.

TGR-Trainer Robert Nolte hatte vor der SVH gewarnt: „Die sind wie ein angeschlagener Boxer“, hatte er die Gäste eingeschätzt. Doch dann sah das Trainergespann Nolte/Uwe Mäusgeier, wie die Heim-Sieben mit einer hochkonzentrierten Anfangsphase bereits zeigte, wer Herr in der Großsporthalle war. Auf 6:1 zog die TGR in den ersten zehn Minuten davon, kaufte der SVH durch aggressive Deckung - Simon Golkowski agierte vorgezogen - schnell den Schneid ab, erkämpfte sich die Bälle und setzte Tempogegenstöße. Nicht alle davon saßen, doch das konnten sich die Hausherren leisten, weil die Kasseler im Abschluss viel liegen ließen - und TGR-Keeper Tomas Pankiewicz einen sehr starken Tag erwischt hatte.

Und noch ein Rotenburger spielte ganz groß auf: Marcus Einhorn traf gerade vor der Pause, wie er wollte, wurde daher auf Rechtsaußen auch immer wieder gesucht - und gefunden. „Ganz stark gespielt“, rief Robert Nolte mehrfach. Nur einmal musste er seine Spieler in der Auszeit mahnen, als die SVH Mitte der ersten Hälfte sich aufbäumte und auf 9:13 herankam. Doch sofort zog die TGR das Tempo an und marschierte bis zur Pause auf 20:10 davon. Die Vorentscheidung.

Starke Deckungsarbeit

„30 Minuten war die Deckung bärenstark“, lobte Nolte anschließend. Und seine Mannschaft legte nach. Über weite Strecken des zweiten Durchgangs ließ sie die SVH nicht näher als auf acht Treffer herankommen. Einzig Kassels zwölffacher Torschütze Maximilian Vaupel und Torwart Lucas Frohmüller bereiteten den Rotenburgern manchmal Probleme. Doch auch Robert Nolte durfte neben Pankiewicz und Einhorn noch Extralob verteilen: „Boze Balic ist wieder auf dem Weg, eine ganz starke Stütze des Teams zu werden. Und Phillip Debus hat nach seiner Verletzung gerade im Fitnessbereich toll gearbeitet und ist einer, der die Mannschaft mitreißen kann.“

Die Mannschaft, die sich durch den überzeugenden Sieg in die obere Tabellenhälfte vorgearbeitet hat.

Rotenburg: Pankiewicz (1. - 52.), Kutscher (53. - 60.) - Eimer (1), Einhorn (9/3), Malsch, Denk (1), Debus (2), T. Balic (1), Golkowski (3), B. Balic (3), Ebenhoch (7), D. Holl (4), J.-O. Holl (2), Hartung (3).

SVH: Frohmüller (1. - 60.), Gertenbach - Brückner (5), Heyne (2), Meister, Koch (4), Günther (1), Holzhauer, Stampe-Möller (1), Gönül, Körber (2), Vaupel (12/6).

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