TG Rotenburg muss in Hünfeld auf Rückwärtsbewegung achten

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Den Torwart ausgeguckt: Das gelang Jan-Oliver Holl vom Siebenmeterpunkt aus gegen Eschwege mehrmals. Auch in Hünfeld könnte diese Stärke des Rotenburger Kreisläufers wieder gefragt sein. 

Rotenburg. Zwei Mannschaften treffen am Samstag aufeinander, die sich bestens kennen: Die Landesliga-Handballer des Hünfelder SV empfangen in ihrer Kreissporthalle um 16.30 Uhr die TG Rotenburg zu einer Neuauflage dieses Osthessen-Derbys.

Während das Team des TGR-Trainerduos Robert Nolte/Uwe Mäusgeier beim Auftakt vor eigenem Publikum nicht über ein 26:26 gegen Eschwege hinausgekommen war, gelang dem HSV mit dem 31:28 (16:14) bei der im Umbruch befindlichen SVH Kassel ein besserer Start in die Saison.

Jetzt werden die Karten aber neu gemischt. Doch wessen Trümpfe werden diesmal besser stechen? Robert Nolte hat großen Respekt vor den Hünfeldern: „Spielerisch sind sie mit am stärksten in der Landesliga. Und obwohl viele von ihnen noch ziemlich jung sind, spielen sie schon lange zusammen. Die Hünfelder verfügen über eine gewachsene Struktur.“

Die Basis bildet bei der Mannschaft von HSV-Trainer Dominik Jäger die Abwehr, die von Felix Rehberg bestens organisiert wird. Dass sie gut steht, kommt auch Torhüter Christian Krätzig zugute. TGR-Coach Uwe Mäusgeier weiß aber auch, wie dieser Klassekeeper zu überwinden ist. „Den muss man ausgucken, da muss man beim Wurf ein bisschen verzögern.“ Krätzigs Paraden haben schon viele Konter eingeleitet. Aber nicht nur sie, sondern auch Ballgewinne der Deckung. „Wir dürfen uns nicht viele Abspielfehler leisten und so viele Chancen liegenlassen wie gegen Eschwege“, fordert Uwe Mäusgeier, denn der Tempogegenstoß ist die schärfste Waffe der Hünfelder.

Gefährliches Quartett

Auch Robert Nolte glaubt, dass die Chancen auf einen Auswärtserfolg steigen, „wenn wir die Hünfelder in den Positionsangriff zwingen“. Soll heißen: „Wir brauchen eine schnelle Rückwärtsbewegung.“ Allerdings erzielt der HSV auch Tore aus dem gebundenen Spiel. Der Rückraum mit Unglaube, Sauer sowie Kircher kann im Zusammenspiel mit Kreisläufer Felix Rehberg - Lukas Rehberg fällt wegen eines Achillessehnenabrisses lange aus - für enormen Druck sorgen. In Kassel gingen 25 der 31 HSV-Tore auf das Konto dieses Quartetts. Da wird die TGR-Abwehr gefordert sein.

„Aber wir können ja auch mit verschiedenen Deckungssystemem antworten“, sagt Robert Nolte, „vielleicht werden wir auch den einen oder anderen Hünfelder offensiver nehmen.“ Ob Tomas Pankiewicz den TGR-Kasten hüten kann, ist noch ungewiss. Gegen Eschwege noch stark in Form, bereitete am Dienstag im Training das Knie wieder Probleme. Uwe Mäusgeier hofft, „dass es vielleicht nur eine Überlastung“ ist.

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