Favorit tritt vermutlich in Bestbesetzung auf

TG Rotenburg tritt beim Titelkandidaten Baunatal an

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Angst vor Rotenburger Kontern: Gastgeber HSG Baunatal weiß, dass er sich im Angriff gegen die TGR nicht allzu viele Ballverluste leisten darf. Sonst stürmen Marcus Einhorn oder - wie hier - Simon Golkowski los.

Rotenburg. Der Erfolgsserie droht das Ende: Fünf Spiele in Folge haben die Landesliga-Handballer der TG Rotenburg gewonnen. Jetzt aber stehen sie vor einer ganz, ganz hohen Hürde. Sie treten am Sonntag ab 17 Uhr bei der HSG Baunatal an.

Diese Mannschaft zählt zu den Titelaspiranten und hat erst zwei Minuspunkte auf dem Konto. Beim TVH hatte es im Oktober für sie eine 20:28-Niederlage gesetzt.

In eigener Halle haben die Baunataler noch gar nichts anbrennen lassen. Geht es nach dem Rotenburger Trainergespann Robert Nolte/Uwe Mäusgeier, dann wird sich das am Wochenende ändern. „Wir fahren da schon selbstbewusst hin. Wir wissen aber auch, dass wir uns gegenüber den letzten Spieltagen steigern müssen“, sagt Robert Nolte.

Er und viele seiner Spieler werden übermorgen auf einen alten Bekannten treffen: Sascha Kurzrock. Der frühere TGR-Torhüter ist Teil des Baunataler Trainergespanns. Er hat auf der Bank das Sagen, während Tobias Oschmann auf dem Feld Regie führt.

„Tobias ist für mich der beste Mittelmann der Liga“, sagt Robert Nolte. Er hat sich auch schon einige Gedanken gemacht, wie dessen Kreise einzuengen sind. Eine Patentlösung hat er noch nicht gefunden. „Er ist sehr spielintelligent und dabei torgefährlich“, bescheinigt der TGR-Trainer dem Baunataler. Ihn durch einen Sonderbewacher aus dem Spiel zu nehmen, sei nicht praktikabel.

Mit schnellen Wacklern gelinge es ihm immer wieder, in die Nahwurfzone vorzustoßen. Oschmann sei nicht nur sehr effizient, er reiße seine Nebenleute auch immer mit, wenn es bei der HSG mal nicht so rund laufe. „Ich bin sehr begeistert von ihm.“

Angetan ist Robert Nolte eigentlich vom ganzen gegnerischen Team: „Die sind auf allen Positionen gut besetzt und spielen auch eine starke offensive Deckung. Das ist eine sehr, sehr gute Truppe. Aber Angst haben wir vor keiner Mannschaft.“ Selbst der jüngste Erfolg der Baunataler bei der SVH Kassel flößt ihm keine Furcht ein, auch wenn er weiß: „In Herleshausen muss man erst einmal gewinnen. Das war eine echte Nummer.“

Respekt haben allerdings auch die Baunataler vor ihrem Gast. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die TGR ihnen in den vergangenen Jahren viele offene Matches geliefert hat. Und daran, dass sich die Rotenburger gerade im Höhenflug befinden. Aber es liegt vor allem an der Konterstärke der TGR. Deshalb hat sich die HSG auch vorgenommen, im Positionsangriff geduldig auf eine Chance zu warten, wie auf ihrer Homepage zu lesen ist.

Die Gäste werden - von den Langzeitverletzten Phillip Debus und Florian Schmidt abgesehen - vermutlich in Bestbesetzung antreten. Robert Nolte bedauert allerdings, dass unter der Woche einige Spieler nicht trainieren konnten. Das habe seinen Plan durchkreuzt, sich intensiv auf die offensive Deckung der HSG vorzubereiten.

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