Fünf Gründe, warum die SVH Kassel auf dem letzten Tabellenplatz steht

Schwieriger Neuaufbau

Ratlose Gesichter: Arne Heyne, Lars Günter, Trainer Andrii Dokotorvych, Sinan Gönül, Max Vaupel und Nils Brücker (von links) von der SVH Kassel. Foto: Fischer

KASSEL. Der Blick auf die Tabelle macht es deutlich, es läuft nicht gut für die Landesliga-Handballer der SVH Kassel. Der Traditionsverein ist Tabellenletzter, hat noch kein Spiel gewonnen. Auch im Kellerderby gegen den TSV Korbach unterlag man 25:29 (9:19). Wir versuchen fünf Gründe aufzuführen, warum es in dieser Saison nicht läuft.

1.Altlasten. Zum Saisonende 2015/16 hat bis auf Lukas Frohmüller die gesamte Mannschaft die SVH verlassen. Eine schwere Bürde.

2.Neuanfang. Trainer Andrii Doktorovych stellte zusammen mit dem Vorstand im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten ein Team für die Saison zusammen. Eine schwere Aufgabe, und mit insgesamt elf Spielern ist der Kader nicht üppig aufgestellt. Doch der Markt in Nordhessen ist auch rar.

3.Verletzungen. Entscheidend geschwächt wurde der Kader durch den Komplett-Ausfall von Marc Holzhauer. Dazu kommen weitere kurzfristige Ausfälle. Hoffnung macht da die Verpflichtung eines Dänen und eines Serben, auf deren Spielberechtigung man wartet.

4.Grenzen. Logisch, dass bei einer komplett neuen Mannschaft von Beginn an nicht alles harmoniert, man sich erst finden muss. Durch die Ausfälle und den kleinen Kader müssen die Akteure in jedem Spiel an ihre Grenzen gehen. Aber den Spielern sind nicht nur durch die Dauerbelastung Grenzen gesetzt. Das Potenzial ist nicht grenzenlos, an manchen Stellen limitiert. Da hilft auch aller Kampfgeist nicht.

5.Selbstvertrauen. Wer ständig einen drauf bekommt, verliert an Selbstvertrauen. So auch im Spiel gegen Korbach. Da lieferte man eine katastrophale erste Halbzeit ab – zur Pause stand es 9:19. Aber in Halbzeit zwei zeigten sich vor allem die jungen Spieler unbeeindruckt und selbstbewusst. Und so gewannen die Kasseler diesen zweiten Spielabschnitt 16:10. Dafür gab es zwar keine Punkte, aber vielleicht etwas Auftrieb für das nächste Spiel in Hersfeld.

SVH: Frohmüller, Gertenbach; Brücker (D. 31.), Heyne (D., 29.), Meister 2, Günther 4, Schuldes 1, Stampe Möller 7/2, Gönül, Körber 9/2, Vaupel 2/1

Von Peter Fritschler

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