Handball-Landesliga: Rotenburger gewinnen im ungeliebten Grebenstein 23:22

TGR setzt Höhenflug fort

Ganz cool bleiben, Jungs: TG Rotenburgs Keeper Tomas Pankiewicz hatte in Grebenstein alles im Griff. Er sorgte mit seinen Paraden maßgeblich dafür, dass die Aufholjagd seiner Vorderleute erfolgreich verlief. Foto: Walger

Grebenstein. Das war der vierte Steich in Serie. Die Landesliga-Handballer der TG Rotenburg setzten ihren Höhenflug bei der HSG Hofgeismar /Grebenstein fort und gewannen 23:22 (10:11). Mit 10:8 Zählern rangieren sie nun auf Platz sieben hinter den punktgleichen Teams der SVH Kassel und der MSG Großenlüder/Hainzell.

Aus der nicht eben geliebten Grebensteiner Halle zwei Punkte zu entführen, ist ein ganz neues Gefühl für die Rotenburger. „Endlich mal“, sagte ihr Trainer Uwe Mäusgeier.

Nach zehn Minuten hatte für ihn ein solches Erfolgserlebnis noch in weiter Ferne gelegen. „Da hatten wir erst ein Törchen geworfen“, berichtete er. Die HSG hatte schon viermal getroffen.

Doch dann raufte sich das Team in der Abwehr zusammen und nutzte auch seine Chancen besser. Beim Stand von 7:7 war der Gegner schon wieder eingeholt, kurz darauf stand mit dem 8:7 sogar die erste Führung zu Buche (23.).

„Die konnten wir aber leider nicht bis zur Pause halten“, sagte Mäusgeier. Der 10:11-Rückstand war allerdings kaum der Rede wert - ganz im Gegensatz zu den ersten zehn Minuten nach dem Seitenwechsel. Wie schon zu Beginn der Partie präsentierte sich die TGR völlig von der Rolle und geriet mit 11:16 ins Hintertreffen. Eine Vorentscheidung? Keineswegs.

Die Mannschaft zeigte eine Reaktion, bewies Moral. Uwe Mäusgeier beeindruckt dieser Teamgeist: „Keiner hat gemeckert, sie haben sich stattdessen aufgebäumt.“

Der Innenblock der Deckung mit Simon Golkowski auf der Spitze stand gut. Vor allem aber hatte TGR-Torwart Tomas Pankiewicz mit tollen Paraden großen Anteil daran, dass der große kämpferische Einsatz belohnt wurde. Denn nach 50 Minuten war der 20:20-Gleichstand hergestellt.

Doch das hart geführte Spiel blieb auf Messers Schneide. Die Schiedsrichter ließen auf beiden Seiten viel durchgehen und blieben ihrer Linie bis zum Schluss treu. Sie verhängten kaum einmal einen Siebenmeter. Beide Mannschaften nutzten diese Freiräume. So gerieten die letzten zehn Minuten sehr zerfahren. Häufig mussten die Physios aufs Parkett und angeschlagene Spieler behandeln.

Die TGR ging mit 21:20 und 22:21 in Führung. Als Jan-Oliver Holl in der 58. Minute auf 23:21 erhöhte, war der entscheidende Vorteil da. Denn geschickt hielten die Rotenburger den Ball in ihren Reihen und ließen nur noch einen Treffer der HSG zu.

TG Rotenburg: Pankiewicz, Pontow - Eimer, Einhorn (6/2), Teichmann, Denk (1), Köhler (3), T. Balic (3), Golkowski (2), B. Balic, Gerlach, D. Holl (4), J.-O. Holl (4).

Von Thomas Walger

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