Handball-Landesliga: Baunataler gewinnen das Derby bei der SVH Kassel 23:19

Starke Abwehr der HSG

Frei durch: Tobias Oschmann erzielt hier eines seiner fünf Tore für die HSG Baunatal. Die Harleshäuser Sascha Sellemann (links) und Milan Cermak (rechts) kommen zu spät. Foto: Fischer

Kassel. Es war ein hart umkämpftes Derby in der Harleshäuser Sporthalle vor 350 Zuschauern. Ein Duell, in dem sich letztlich die HSG Baunatal mit 23:19 (14:9) bei der SVH Kassel durchsetzte.

Die Mannschaft der Gäste war nach der Trennung von Trainer Erik Hogreve gefordert. Und sie stellte sich der Herausforderung. Mit einer starken Abwehr und einem gut disponierten Max Henkel im Tor legte sie den Grundstein für den Erfolg in Harleshausen. Dazu überzeugte sie mit ihrer „ersten Sechs“ auch im Angriff.

Die SVH Kassel scheiterte an ihrer schlechten Chancenverwertung und konnte sich im Angriff nie entscheidend hinter die Abwehr der Gäste spielen, um so zum Torwurf zu kommen.

Die HSG lag schnell mit 6:2 (13.) und 10:3 (20.) in Führung. Drei Harleshäuser Treffer in zwanzig Spielminuten sind einfach zu wenig. Nach der Pause kam die SVH langsam, aber sicher heran. Beim 16:17 (41.) und 17:18 (45.) jeweils sogar bis auf ein Tor. Es folgten dann aber 13 Minuten ohne SVH-Treffer, und mit drei unnötigen Zweiminutenstrafen dezimierten sich die Hausherren selbst. Baunatal zog auf 23:17 (57.) davon, und die Partie war damit entschieden.

Überragender Spieler der HSG in Angriff und Abwehr war Tobias Oschmann, der seit der Trainer-Entlassung zusammen mit Torwart-Coach Sascha Kurzrock das Sagen hat. „Wir können heute hochzufrieden sein“, befand er. „Die Mannschaft hatte die richtige Einstellung, und wir haben eine hervorragende Deckungsarbeit geleistet.“

SVH-Trainer Iljo Duketis war mit dem Angriff und der Chancenverwertung nicht zufrieden. „Und in der Abwehr haben wir die Laufwege der HSG-Spieler nicht intensiv genug gestört“, sagte er.

Nicht falsch lag Duketis mit der Beurteilung der Unparteiischen Lambmann/Wagenbach (Gedern-Nidda/Wettenberg), die bei der Vergabe von Zwei-Minuten-Strafen keine einheitliche Linie hatten. Unverständlich auch, warum beide Mannschaften in farblich fast identischen Trikots auflaufen durften: Die SVH in Dunkelblau, die HSG in Schwarz. SVH: Frohmüller (22.-60.), Herwig (1.-21.); Räbiger, Tataraga 4, Sellemann 3, Röhrscheid, Cermak 1, Schlosser 1, Damm 3/2, Nordheim 1, Fischer 5, Görges, Konermann 1, Hofmeister (n.e.) HSG: Henkel, Suter (n.e.); Feckler, Wagner 3, Wagenführ 6. Oschmann 5, Adam 4/2, Mett 4, Horn, Seibert 1, Reinbold

Von Peter Fritschler

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.