Handball-Landesliga: TGR kann beim TVH ihr schnelles Spiel nicht aufziehen

Das Tempo hat gefehlt

War mit sich selbst und seinen Vorderleuten nicht zufrieden: TG Rotenburgs Torwart Tomas Pankiewicz. Archivfoto: Walger

Bad Hersfeld. Nach dem deutlichen 27:20-Erfolg des TV Hersfeld gegen die TG Rotenburg blicken wir noch einmal auf das Nachbarschaftsderby der Handball-Landesliga vom Samstag zurück.

DIE RÜCKKEHRER

Mit Torhüter Tomas Pankiewicz, Phillip Debus, Daniel Holl und Luca Teichmann kehrten gleich vier Spieler der TG Rotenburg an ihre alte Wirkungsstätte zurück. Einen bleibenden Eindruck hinterließ aber nur Daniel Holl, der in der zweiten Halbzeit richtig aufdrehte und am Ende mit sechs Treffern der beste Werfer seiner Mannschaft war. Tomas Pankiewicz hatte nicht seinen besten Tag erwischt und war nach der Partie weder mit sich, noch der Leistung seiner Mannschaft zufrieden: „Wir hatten anfangs wohl zu viel Respekt und konnten den frühen deutlichen Rückstand – (nach zehn Minuten führte Hersfeld mit 5:1, die Red.) – nicht mehr wettmachen. Wir sind heute nicht zu unserem Tempospiel gekommen.“

DIE MATCHWINNER

Zu denen dürfen sich auch die Hersfelder Torhüter Kai Hüter und Stefan Fohr zählen, die das Duell mit Pankiewicz und Christian Koch klar für sich entschieden. In der Anfangsphase hielt Hüter, was zu halten war – Fohr in der Schlussphase dann sogar noch ein bisschen mehr. Und dann waren da ja noch Hersfelds Rückraum-Shooter Lars Matthiessen und Andreas Krause, die das Spiel mit ihren neun beziehungsweise sieben Treffern entschieden. Krause zog sich in der Schlussphase eine Knieverletzung zu – eine Diagnose steht noch aus.

SICHTWEISEN

Nicht ganz einig waren sich die beiden Rotenburger Trainer Uwe Mäusgeier und Robert Nolte in ihrer Analyse. Während Mäusgeier einen verdienten Hersfelder Erfolg gesehen hatte und bemängelte, dass man nach dem frühen Rückstand zu keiner Zeit mehr so richtig an einem Punktgewinn schnuppern konnte, sah Nolte das ein wenig anders. „Wir haben zwar artig Nikolausgeschenke verteilt, aber wir waren die ganze Zeit im Spiel. Hersfeld hat mich auch nicht überzeugt und nur von seinen Rückraumschützen profitiert. Das war heute biederer Handball von beiden Seiten“, meinte er – deutliche Worte, die vielleicht der ersten Enttäuschung geschuldet waren. Nolte lebt in Hersfeld und war lange für den TVH aktiv.

DER AUSBLICK

Für den TVH geht es am Samstag mit dem Auftritt beim Tabellenzweiten Alsfeld weiter. „Wir fahren da mit viel Selbstvertrauen hin“, kündigte Dragos Negovan an, der den TVH auch in der kommenden Saison trainieren wird. Um einiges leichter sollte die Aufgabe für die TGR werden: Sie empfängt ebenfalls am Samstag Schlusslicht Wanfried. „Wir haben bislang nur in Melsungen, Alsfeld und jetzt in Hersfeld verloren. Damit können wir gut leben“, sagte e Tomas Pankiewicz, nachdem sich der erste Ärger über die Derbyniederlage gelegt hatte.

Von Sascha Herrmann

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