Handball-Landesliga: TG Rotenburg will am rettenden Ufer anlegen

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Er war im letzten Heimspiel gegen Wanfried Rotenburgs Bester: Kreisläufer Phillip Debus, der hier abzieht, glänzte damals mit sieben Toren. Er glänzt zurzeit auch als nimmermüder Kämpfer in der Abwehr. 

Handball-Landesligist TG Rotenburg hat am Samstag den VfL Wanfried zu Gast.

Rotenburg – Der Rechenschieber kann in der Schublade bleiben, direkte Vergleiche müssen nicht herangezogen werden, wenn die Landesliga-Handballer der TG Rotenburg am Samstag ab 17.30 Uhr ihr Heimspiel gegen den VfL Wanfried gewinnen. Dann wäre der TGR der Klassenerhalt sicher, ganz egal, was die Konkurrenten an den letzten drei Saisonspieltagen anstellen.

„Wir wollen unbedingt gewinnen und jetzt schon alles klarmachen“, sagt Rotenburgs Trainer Robert Nolte. Das Zittern und Bangen soll ein Ende finden. „Das wird wieder ein großer Handballtag in der Großsporthalle“, sagt der Coach. Und der könnte so aussehen: Ab 15.30 Uhr setzten die Frauen der FSG Waldhessen gegen Dittershausen einen Meilenstein zum Verbleib in der Landesliga. Zwei Stunden später vertreibt die TGR das lästige Abstiegsgespenst. Und dann könnte sich die TGR II ab 19.30 Uhr dem heimischen Publikum nicht nur als Bezirksliga-A-Meister präsentieren, sondern zugleich als Aufsteiger in die Bezirksoberliga. Denn der Sprung in die BOL ist nur möglich, wenn die TGR I in der Landesliga bleibt.

So schön die Theorie klingt - es wird schwierig, sie in Realität umzusetzen. Denn der VfL Wanfried ist keine Laufkundschaft für Robert Noltes Mannschaft. Der Klub belegt mit 28:18 Punkten Rang fünf der Landesliga.

„Das ist eine körperlich sehr starke Mannschaft, die athletischste neben Großenlüder“, sagt Rotenburgs Trainer. Und was der VfL spielerisch zu leisten in der Lage ist, habe er erst bei seinem höchst respektablen 18:19 gegen den TSV Vellmar gezeigt, der sich durch diesen hart erkämpften Auswärtserfolg am vergangenen Samstag die Meisterschaft und Rückkehr in die Oberliga gesichert hat.

Nach durchwachsenem Start haben sich die Wanfrieder längst gefunden. Schon in der Hinrunde gab es für die TGR nichts zu erben. Sie unterlag beim VfL Wanfried nach starker erster Halbzeit noch 22:29 (14:13).

Linkshänder Paul Nemenco landete damals sieben Treffer. Respekt hat Robert Nolte aber auch vor der Achse, die das zweite Rückraum-Ass des VfL, Vladimir Djuric, gemeinsam mit Kreisläufer Milos Milosavljevic bildet.

„Aber wir sind guten Mutes“, sagt Coach Nolte, „wir haben gegen die WHO und bei Dittershausen zwei Drucksituationen überstanden und können jetzt ein bisschen freier aufspielen.“ Dabei hätten seine Spieler sogar bewiesen, dass sie „auch gegen Spielende noch genug Körner haben“.

Es wäre allerdings gut, zu ein paar leichten Kontertoren zu kommen. Denn im Postitionsangriff wird es schwer, die gut postierte VfL-Deckung zu knacken. „Da müssen wir Geduld haben und unsere Angriffe so vortragen, dass unsere Außen gut zum Zug kommen.“

Das hat beim Erfolg über Dittershausen gut geklappt, wo Petar Cutura, Marcus Einhorn und Simon Golkowski von ihren Nebenleuten trefflich eingesetzt wurden und zusammen 18 Treffer erzielten.

„Wir haben zuletzt Charakter gezeigt und stehen wieder vor einem Riesenkampf über 60 Minuten“, sagt Robert Nolte. Er hofft, dass sein Team erneut so toll unterstützt wird wie zuletzt in Dörnhagen gegen Dittershausen. Geht es nach ihm, so dürfen Lukas Günther und Nils Bämpfer die TGR gerne wieder nach vorne trommeln - auch wenn sie anschließend mit der zweiten Mannschaft selbst aufs Parkett müssen.

Drucksituationen

überstanden

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