Handball-Landesliga: Landwehrhagen taumelt nach 27:31 in Richtung Abstieg

HSC auf dem Tiefpunkt

Auch seine Treffer nutzten dem HSC letztlich nichts: Patrick Zimmermann (rechts) erzielte vier Tore. Hier kommt er gegen Alsfelds Daniel Czaja zum Abschluss. Foto: Frankfurth

Landwehrhagen. Sieben Spieltage vor dem Saisonende muss sich Handball-Landesligist HSC Landwehrhagen wohl mit dem Abstieg anfreunden. Die Mannschaft verlor das immens wichtige Heimspiel gegen den TV Alsfeld mit 27:31 (13:13) und hat nun sechs Pluspunkte Rückstand auf den rettenden drittletzten Tabellenplatz. Kaum anzunehmen, dass der HSC das noch in den verbleibenden sieben Partien aufholen kann.

Dementsprechend geknickt waren die Gastgeber am Samstagabend. „Nur die ersten Minuten waren befriedigend. Was dann kam, war keine Mannschaftsleistung mehr. Das war einfach nichts. Es war erbärmlich“, fand HSC-Spielertrainer Sven Hinz klare Worte.

Nach einem furiosen Start vor 120 Zuschauern führte der HSC zunächst deutlich mit 7:2 und schien den Kopf vielleicht doch noch aus der Schlinge ziehen zu können. Gekonnt nutzte er trotz Manndeckung gegen Hinz die Lücken in der Alsfelder 5:1-Abwehr. Im Gegenzug scheiterten die Gäste an der gut stehenden Defensive der Gastgeber und an Torhüter Florian Erlbeck. Doch dann besann sich Alsfeld auf seine Kampfkraft und gewann mehr und mehr die Oberhand. Tor um Tor holte der Tabellendrittletzte, der nun die zurückliegenden drei Partien gewonnen hat, auf. Martin Harbusch gelang in der 20. Spielminute der Anschlusstreffer zum 7:8. Bis zur Halbzeit entwickelte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen, und Landwehrhagen verteidigte krampfhaft den knappen Vorsprung bis zum 13:13 in letzter Sekunde.

Gleich zu Beginn der zweiten Hälfte lag der HSC erstmals im Rückstand. Was dann folgte, war Angsthasen-Handball. Es fand sich keine HSC-Spieler, der Verantwortung übernahm. Dabei wurden regelmäßig Chancen gegen einen keineswegs übermächtigen Gegner herausgespielt, doch im Abschluss klemmte es. Alsfeld nutzte seine Chancen im Gegenzug konsequent und setzte sich Tor um Tor bis zum 27:22 (50.) ab. „Es wird jetzt sehr schwer die Mannschaft für die nächsten Spiele noch zu motivieren“, meinte Hinz. Als nächster Gegner wartet der Zweitplazierte, die SVH Kassel.

HSC: Frey, Erlbeck – Hinz 7/3, Rohdich 5, Brücker 5, Zimmermann 4, Holzhauer 3, Hörder 2, Kudzma 1, Heyne, Merwar, Becker, Höpcke, Schwenke. (zmf)

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