TVH-Rückraum blieb diesmal wirkungslos

Bad Hersfeld. Dem mächtigen Ärger über die derbe Abfuhr folgte die ruhige Analyse. Und an deren Ende stand die Erkenntnis, dass der TV Hersfeld in der Handball-Landesliga der Männer mit der Reserve der MT Melsungen nicht auf Augenhöhe spielt. Ausdruck des Unterschieds zwischen beiden Teams war die 26:36 (8:18)-Niederlage, die der TVH am Freitagabend in Melsungen kassiert hatte.

Trainer Dragos Negovan hatte in den Tagen zuvor das Augenmerk im Training auf die Abwehrarbeit gelegt. „Es war uns klar: Eine Chance haben wir nur, wenn wir dort aggressiv arbeiten“, sagte Betreuer Jörg Renkel nach der Partie. So sollten die Melsunger Schanze und Kienast umgehend angegriffen werden.

Und das klappte anfangs auch. Nach zehn Minuten führten die Gäste aus Hersfeld mit 5:4. Doch dann drehte die MT den Spieß um. Routinier Petr Hruby nahm Hersfeld Rückraum-Ass Marco Kemmerzell fast komplett aus dem Spiel, sobald dieser den Ball hatte oder auch nur forderte. „Das hat uns das Genick gebrochen“, fasst Renkel zusammen. Zumal Andreas Krause und Lars Matthiessen zahlreiche Fahrkarten warfen. Damit war der TVH seiner stärksten Waffe, des Rückraums, beraubt.

Von wegen verwundbar

„Wir haben gedacht, dass Melsungen in der Abwehr verwundbar sein könnte, aber die Mannschaft war bissig, wollte Revanche für die Hinspiel-Niederlage bei uns“, musste Jörg Renkel erkennen. Zudem schalteten die Melsunger brillant um. Und so ist die Geschichte des Spiels schnell erzählt. Zur Pause war beim 18:8 alles entschieden. Trainer Negovan appellierte in der Halbzeit an den Kampfgeist der Spieler die danach in der Tat etwas besser zurande kamen – auch, weil die MT II nun die Zügel etwas lockerte.

TV Hersfeld: Hüter, Kretz - Kemmerzell (7/3), Kromm, Förtsch (3), Koch, Keller, Hampe, Wiegel (3), Mudrak, Krause (5), Matthiesen (7).

Von Rainer Henkel

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